Es gibt zahlreiche Menschen, die nach einigen Angaben wunderbar mit fünf Stunden schlaf auskommen. Objektiv spricht aber Einiges dagegen, dass das so gesundheitsfördernd ist. Im Gegenteil: Eine Studie zeigte nun, dass Männer, die im mittleren Alter nur fünf oder weniger Stunden pro Nacht schlafen, in den folgenden 20 Jahren ein doppelt so hohes Risiko haben, ein schweres Herz-Kreislauf-Ereignis zu erleiden. Männer, die sieben bis acht Stunden Schlaf pro Nacht bekommen, sind deutlich weniger Risiko ausgesetzt.


Herzmuskel
Foto: Untitled, Charlotte Astrid, Flickr, CC BY-SA 2.0

Zu wenig Schlaf schadet der Gesundheit

Schlafmangel ist generell nicht besonders angenehm. Er macht uns müde und reizbar. Außerdem schlägt er sich deutlich auf die Konzentrationsfähigkeit nieder. Langfristige Übermüdung geht außerdem mit einem erhöhten Depressionsrisiko sowie einer höheren Wahrscheinlichkeit einher, fettleibig zu werden.

Forscher rund um Moa Bengtsson von der Universität Göteborg haben nun genauer untersucht, wie Schlafmangel sich auf das Herz-Kreislauf-System auswirkt. Dabei werteten Sie Daten von insgesamt 759 Männern aus, die über einen Zeitraum von 20 Jahren gesammelt wurden. Zu diesen Daten gehörte natürlich auch die durchschnittliche Schlafdauer der Teilnehmer.


Nach dieser teilten die Forscher die Männer in mehrere Gruppen ein. Extreme Kurzschläfer (fünf oder weniger Stunden pro Nacht), Kurzschläfer (fünf bis sechs Stunden), Normalschläfer (sieben bis acht Stunden Nachtschlaf) und Langschläfer (länger als acht Stunden). Anschließend verglichen die Forscher die innerhalb der Gruppen aufgetretenen Herz-Kreislauf-Erkrankungen aus den letzten 20 Jahren.

Schlafmangel erhöht das Herz-Kreislauf-Risiko

Das Ergebnis liefert definitiv Gründe, länger im Bett zu bleiben: „ Männer, die im Alter von 50 Jahren die kürzeste Schlafdauer aufwiesen, hatten ein doppelt so hohes Risiko mit 71 Jahren ein Herz-Kreislauf Ereignis zu erleiden, als jene mit normaler Schlafdauer. Das galt auch, nachdem andere Risikofaktoren berücksichtigt wurden„, so Bengtsson. Die Studie führte auch zu dem Ergebnis, dass die extremen Kurzschläfer außerdem häufiger unter hohem Blutdruck, Diabetes und Übergewicht litten. Aber selbst ohne diese Faktoren blieb das höhere Risiko bestehen.

Bis zu einem gewissen Grad können diese Effekte durch einen aktiven Lebensstil ausgeglichen werden. Aber dennoch sollte Schlafen nicht als Zeitverschwendung gesehen werden, denn es ist ein Faktor, der starke gesundheitliche Auswirkungen haben kann – positive wie negative. Abschließend jedoch wiesen die Forscher darauf hin, dass ihre Studie aufgrund der Methodik lediglich Korrelationen zeigen und keine Kausalitäten beweisen könne. Allerdings deuten die Ergebnisse darauf hin, dass ausreichend Schlaf sehr wichtig ist.

via IDW Online

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