Die italienische Piaggio Group ist international vor allem für die Produktion des legendären Vespa-Motorrollers bekannt. Bei einer solch traditionsreichen Marke hält sich der Konzern mit Innovationen eher zurück. So wurde erst jetzt mit der Entwicklung einer Elektrovariante begonnen. Allerdings wurde bereits vor einiger Zeit in den Vereinigten Staaten die Tochterfirma Piaggio Fast Forward gegründet, die sich auf die Entwicklung von innovativen Robotern spezialisiert hat. Nun wurde ein erstes Produkt der Öffentlichkeit präsentiert: Ein runder, auf zwei Reifen fahrender Roboter namen Gita. Der Name stammt dabei aus dem italienischen und bedeutet in etwa so viel wie „kurze Reise“. Im Inneren verfügt der Roboter zudem über Staufläche für den Transport von bis zu 18 Kilogramm an Material.


Bekannte Strecken kann Gita auch autonom zurücklegen

Während der Fahrt erreicht Gita dann eine Maximalgeschwindigkeit von 35 Stundenkilometern. Damit ist der 66 Zentimeter große Roboter schnell genug, um seinem Besitzer auch zu folgen, wenn dieser mit dem Rad unterwegs ist. Alles was der Nutzer dafür tun muss, ist einen speziellen weißen Gürtel zu tragen. Dieser sorgt dann automatisch dafür, dass der Gita-Roboter einem auf Schritt und Tritt folgt. Dies funktioniert sogar, wenn kein Sichtkontakt vorliegt – beispielsweise weil der Nutzer bereits um eine Ecke gegangen ist. Bereits bekannte Strecken kann das Gerät zudem auch eigenständig zurücklegen. So ist es beispielsweise problemlos möglich, den Roboter aus der Küche in das Wohnzimmer zu rufen.


Die erste Version ist für den Einsatz in Unternehmen gedacht

Eine Anwendungsmöglichkeit für den neuen Transportroboter liegt natürlich auf der Hand: Die Einkäufe im Supermarkt können problemlos im Inneren verstaut werden, sodass niemand mehr schwere Einkaufstaschen nach Hause schleppen müsste. Zunächst allerdings soll Gita ausschließlich an Unternehmenskunden für den Einsatz im geschäftlichen Betrieb verkauft werden. Sasha Hoffman von Piaggio Fast Forward lässt allerdings keinen Zweifel daran, dass Gita langfristig auch Privatverbrauchern beim Tranport helfen soll: „Piaggio hat eine lange Historie daran, Produkte direkt an den Kunden zu verkaufen, es gibt daher definitiv die Challenge, ein Produkt zu entwickeln, das preislich für den Privatkunden erschwinglich ist“, so der Manager. Was die jetzt der Öffentlichkeit präsentierte Variante für Unternehmen kostet, ist noch nicht bekannt.

Via: Engadget

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