Aus allen Ecken der Welt werden aktuell staatliche Aufforstungsprogramme gemeldet. Dies zeigt, dass die Weltgemeinschaft die Bedeutung von Bäumen für den Kampf gegen den Klimawandel verstanden hat. Mindestens ebenso wichtig ist es aber, die bereits vorhandenen Wälder langfristig zu erhalten. In diesem Punkt verlief das Jahr bisher wenig erfolgreich: Waldbrände in Brasilien und Sibirien richteten Schäden an, die wohl erst im Laufe von Jahrzehnten wieder vollständig ausgeglichen werden können. Gleichzeitig gehen jeden Tag aber auch gewaltige Flächen Wald aus wirtschaftlichen Gründen verloren – etwa weil die Bäume riesigen Soja- und Palmölplantagen weichen müssen. Die Weltbank hat daher zusammen mit der Bundesregierung ein globales Programm zum Waldschutz ins Leben gerufen.


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Das Geld wird weltweit in den Schutz bedrohter Wälder investiert

Offiziell trägt die Initiative den Namen ProGreen. Die Initiatoren gehen davon aus, dass rund eine Milliarde Dollar an finanziellen Mitteln benötigt werden. Gut ein Fünftel davon stellt der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) aus seinem Etat zur Verfügung. Er kündigte zudem an, weitere 30 Millionen Euro direkt in ein Waldprojekt in Zentralafrika und 20 Millionen Euro in den Schutz der indigenen Bevölkerung zu investieren. Der ProGreen-Fonds wiederum wird in verschiedenen Bereichen des Waldschutzes aktiv werden. So soll das Geld unter anderem genutzt werden, um den Regenwald besser zu schützen und illegalen Holzschlag zu unterbinden. Dies geschieht zum einen durch Maßnahmen direkt vor Ort. Gleichzeitig soll aber auch ein Zertifikate-System aufgebaut werden, um nachhaltiges Tropenholz zu kennzeichnen.

Greta Thunberg veröffentlichte zuletzt ähnliche Forderungen

Denn letztlich gilt sowohl bei Palmöl als auch bei Tropenholz: In dem Moment, wo es keine Nachfrage nach diesen Produkten mehr gibt, lohnt es sich auch nicht mehr, dafür den Regenwald zu zerstören. Der Verbraucher hat hier also durchaus eine erhebliche Machtposition. Gleichzeitig sollen die Gelder des Weltbank-Fonds aber auch genutzt werden, um zerstörte Flächen schnell wieder zu bepflanzen. So kann im besten Fall eine anderweitige Nutzung verhindert werden. Wenn man so möchte, folgt die Initiative damit einem von Greta Thunberg propagiertem Dreiklang: Die Klimaaktivistin prägte in einem Video den Slogan „Protect, Restore and Fund“. Also: Waldgebiete beschützen, wiederherstellen und finanzieren.

Via: Die Zeit

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