Einmal jährlich gibt die Boston Consulting Group ein globales Innovations-Ranking heraus. Dieses basiert auf Befragungen von tausenden Führungskräften weltweit. Es stellt zudem einen wichtigen Indikator dar, um die Innovationskraft von bestimmten Unternehmen, Branchen oder Ländern zu bewerten. So gesehen, kann sich Deutschland in diesem Jahr über eine ausgesprochen positive Entwicklung freuen. Denn gleich neun Unternehmen schafften den Sprung in die Top 50. Lediglich die Vereinigten Staaten waren dort noch öfter vertreten. Besonders freuen dürfte man sich zudem bei Adidas. Denn das fränkische Unternehmen belegte sogar einen exzellenten zehnten Platz. Vor dem Sportartikelhersteller lagen mit Alphabet, Amazon, Apple, Microsoft, Samsung, Netflix, IBM, Facebook und Tesla lediglich Unternehmen von Weltrang.


Bild: Adidas

Deutschland holt auf in Sachen Innovationskraft

Nur zwei Plätze hinter Adidas folgt mit BASF bereits die nächste deutsche Firmen. Außerdem konnten sich Siemens (16.), Bayer (24.), Allianz (26.), BMW (27.), SAP (28.), Volkswagen (38.) und Daimler (47.) einen Platz unter den fünfzig innovativsten Unternehmen der Welt sichern. Auf Platz 13 befindet sich mit T-Mobile US zudem eine Firma, die mehrheitlich der Deutschen Telekom gehört. Wenn man so möchte konnte sich die deutsche Wirtschaft also sogar zehn Platzierungen unter den besten fünfzig sichern – so viele wie nie zuvor. Diese positive Entwicklung wurde auch von den Autoren der Studie bemerkt und erläutert. So würden die deutschen Unternehmen davon profitieren, dass sie schon heute global aufgestellt seien und viele Maschinen, Geräte und Anlagen in Betrieb hätten. Die dabei anfallenden Daten würden inzwischen immer besser und sinnvoller ausgewertet.

Die Niederlande sind die große Überraschung

Gleichzeitig zeigt das Ranking aber auch, dass langfristige Innovationskraft nicht immer mit kurzfristigen Erfolgen einhergehen muss. Denn von den genannten deutschen Firmen haben überraschend viele aktuell mit Problemen zu kämpfen. So sind die Gewinne bei BASF zuletzt stark gesunken, Bayer hat mit den Folgen der Monsanto-Übernahme zu kämpfen und die drei Autohersteller leiden unter den Folgen des Diesel-Skandals und weniger Nachfrage in China. Schaut man sich das Ranking unter europäischer Perspektive an, können vor allem die Niederlande überraschen. Mit Philips (29.), Shell (30.) und ING (45.) hat unser Nachbarland gleich drei Unternehmen unter den Top 50 zu bieten – und damit genauso viele wie Großbritannien. Frankreich hingegen ist lediglich durch den Versicherungskonzern AXA (31.) vertreten.


Via: BCG

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