Die drei Brüder Markus, Andreas und Stefan Wanning sind ziemlich kreative und fleißige Burschen. Mit Unternehmergeist gesegnet, hat das Trio bereits eine rentable Seilwinden-Firma gegründet. Kontakte und betriebswirtschaftliches sowie marketingwirksames Know-how haben die Gründer dann auch für das im letzten Jahr entwickelte Produkt genutzt. Hierbei handelt es sich um fluoreszierende Leuchtstreifen für Fahrrad-Felgen, die von UV-Lämpchen aufgeladen werden und für mehr Sicherheit bei Fahrten im Dunklen sorgen sollen. Die Leuchtbänder nicht konform mit der deutschen Straßenverkehrsordnung aber denoch im Handel erhältlich. Um die praktischen Leuchtbänder für die Felgen richtig bekannt zu machen, wagen sich die jungen Gründer in die Höhle der Löwen auf Vox.


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GlowGarage-Stripes blenden nicht aber leuchten

Vor einem Jahr haben die beiden Brüder Markus (24) und Andreas (27) Geld in die Hand genommen und in ihre neue Geschäftsidee investiert. Die Idee selbst entstand während der unzähligen Nachtfahrten mit den Bikes, als beide noch studierten und viel mit dem Fahrrad unterwegs waren. Immer wieder fiel die mangelhafte Sichtbarkeit von Radfahrern bei Nacht auf. Mit Leuchtstreifen an der Felge, dürfte sich die Sicherheit jedoch drastisch erhöhen. Die Räder sind an einem Fahrrad auch eine gute, großflächige Komponente. Kernstück der Technologie ist eine kleine und sehr leichte Lampe, die lila-blaues LED-Licht auf die Felge wirft. Die passenden Leuchtstreifen, die einfach um die Felge geklebt werden, laden sich duch das Licht auf und beginnen zu leuchten. Die Leuchtstreifen halten die Ladung auch entsprechend, zudem sind diese variabel genug, um bei den Felgenrundungen zu funktionieren. Das GlowGarage-Licht ist simpel und effektiv. Bei der Montage wird kein Werkzeug benötigt. Zu beachten gilt jedoch, dass die Felgen nur beklebt werden können, wenn das Bike über Scheibenbremden verfügt. Bei V-Breaks oder herkömmlichen Felgenbremsen würde der Bremseffekt deutlich geschwächt.


So funktionierts (Ton ist nicht der Beste)

Wirbelströmung der Felgen als Aufladequelle

Ganz interessant ist auch ein anderer Ansatz, um das Band zum Leuchten zu bringen. So überlegte Andreas zunächst die Wirbelströmung der Felgen zur Selbstaufladung zu nutzen. „Das hätte jedoch 40.000 Euro für die Entwicklung verschlungen“, so der junge Tüftler. Das sprengte das Budget der Studenten. Sie entschieden sich für die aktuelle Variante. Das GlowGarage-Bundle kann ganz einfach an jedem Fahrrad angebracht werden. Ein wenig ähnelt die Technik den bereits vorgestellten Revolights beziehungsweise Eclipse+, die bis zuletzt jedoch noch eine Bauartgenehmigung benötigten.

Ihre Lichtidee finanzierten die Brüder mit der Liebe zum Wassersport. So bauten diese Seilwinden, mit deren Hilfe Wakeboards gezogen werden konnten. Die Installationen fanden zunächst auf der Nahe statt. Die Zugtechnik ist portabel und funktioniert so gut, dass die Brüder diese recht schnell in ganz Europa und auch Afrika vertrieben.

GlowGarage: GlowLights und GlowStripes bei Amazon

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GlowGarage in der Höhle der Löwen

Um frisches Kapital einzusammeln und GlowGarage bekannter zu machen, pitchten die drei Brüder ihr Produkt in der Höhle der Löwen. Ausgestrahlt wird das Ganze am 4. Oktober 2016 ab 20:15 Uhr auf Vox. Das Erfinder-Trio ist sehr sympathisch und dürfte vor allem mit der Lockerheit und dem Unternehmertum überzeugen. Auch die Fahrradlichter sprechen für sich und könnten eine ganz große Nummer werden. Ein lukratives Geschäft für Ralf Dümmel. Da Qualifikationen und Gründer ebenfalls stimmig sind, könnte auch Carsten Maschmeyer noch vor Frank Thelen und Jochen Schweizer anbeißen. Zuletzt könnte aber auch die Teleshopping-Queen Judith Williams die GlowStripes und GlowLights sicher gut auf ihren Kanälen vermarkten. Ein durchaus interessantes Produkt also.

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