Die Debatte um das Mittel Glyphosat, das vorrangig in Herbiziden verwendet wird, ist nach wie vor in vollem Gange. Das Bundesland Hessen möchte diesbezüglich mit gutem Beispiel vorangehen und setzt auf den staatlichen Acker- und Forstflächen kein Glyphosat mehr ein.


Hinrich [CC BY-SA 2.0 de (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

Hessen beim Glyphosat-Ausstieg in Vorreiterrolle

Die hessische Regierung sieht sich, was den Glyphosat-Ausstieg betrifft, in einer Vorbildfunktion. In vom Land bewirtschafteten Landwirtschafts-Betrieben ist das Glyphosat-Verbot nämlich bereits vollzogen. Außerdem wird der Verzicht auf das Mittel bei Wiederverpachtungen von Grundstücken im Staatsbesitz teil des Pachtvertrages. Bestandspächter werden beim Verzicht auf Glyphosat vom Land in beratender Funktion unterstützt.

Das staatliche Beratungsangebot zu Glyphosat-Alternativen wird jedoch nicht nur von den Pächtern von Staatsdomänen genutzt, sondern auch andere Landwirte nehmen das Angebot war. „Die große Nachfrage nach dieser Beratung zeigt, dass in der Landwirtschaft ein Umdenkprozess stattfindet. Die breite Öffentlichkeit sieht den Einsatz von Glyphosat ohnehin mehr als kritisch. Wir müssen die alternativen Ansätze zum Glyphosateinsatz verstärkt nutzen und weiterentwickeln„, so die Hessische Landwirtschafts- und Umweltministerin Priska Hinz. Solche alternativen Ansätze können etwa anbau- und kulturtechnische Möglichkeiten, mechanische Verfahren oder biologische Maßnahmen sein.


In der Bewirtschaftung des Hessischen Staatswaldes werde bereits seit 2016 kein Glyphosat mehr eingesetzt, was wichtig für den Erhalt und den Schutz der Artenvielfalt sei. „Den Verzicht auf sonstige Pflanzenschutzmittel haben wir in der neuen Richtlinie für die Bewirtschaftung des Staatswaldes festgeschrieben und uns auch im Rahmen der FSC-Zertifizierung darauf verpflichtet„, so Hinz weiter. Eine Behandlung des Waldes mit Pflanzenschutzmittel sei nur noch in Ausnahmefällen und mit vorheriger Genehmigung des Ministeriums zulässig. Laut Hinz verzichten auch viele Kommunen in Hessen bereits freiwillig auf den Einsatz von Glyphosat.

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