Das Goodwood Festival of Speed zieht jedes Jahr rund 180.000 Zuschauer aus aller Welt an. Bei dem seit 1993 ausgetragenen Rennen muss eine Strecke von lediglich 1,86 Kilometern zurückgelegt werden. Diese führt aber einen Hügel hinauf und beinhaltet neun Kurven. Der ehemalige Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya bezeichnete die Straße einst als „engste, buckligste und am wenigsten Bodenhaftung bietende Rennstrecke, die ich je gefahren bin.“ 1999 nahm auch der Formel-1-Pilot Nick Heidfeld an dem legendären Rennen teil. Mit seinem McLaren-Mercedes erreichte er das Ziel bereits nach 41,6 Sekunden. Für rund zwanzig Jahre blieb dieser Streckenrekord unerreicht. Doch nun hat Volkswagen einen elektrisch angetriebenen ID.R ins Rennen geschickt – und prompt eine neue Bestzeit aufgestellt.


Bild: Volkswagen

Das E-Auto wog lediglich rund 1.000 Kilogramm

Schon beim Probelauf kam der Elektro-Rennwagen auf eine Zeit von 41,18 Sekunden. Beim Rennen selbst ging es dann sogar noch schneller: Fahrer Romain Dumas fuhr nach 39,9 Sekunden über die Ziellinie. Während Heidfeld vor zwanzig Jahren mit einem klassischen V10-Saugmotor mit 780 PS unterwegs war, fährt der ID.R mit einer Leistung von 500 kW – was in etwa 680 PS entspricht. Der Vorteil des Elektro-Flitzers liegt dafür in seinem niedrigen Gewicht: Während der Rekordfahrt auf dem Goodwood Festival of Speed wog das Auto mit Fahrer nur rund 1.000 Kilogramm. Möglich wurde dies allerdings auch aufgrund der kurzen Distanz. Denn dadurch musste nur ein vergleichsweise kleiner Akku verbaut werden. Bei längeren Rennen kommt hingegen eine größere Batterie zum Einsatz. Wenn man so möchte, kam die relativ kurze Strecke dem Elektroauto also durchaus entgegen.

Elektroautos werden immer leistungsstärker

Volkswagen ist nicht der einzige Autokonzern, der versucht, die Vorteile von Elektroautos durch besondere Leistungen auf der Rennstrecke zu betonen. So stellte ein Porsche 919 Hybrid Evo vor einiger Zeit einen neuen Rundenrekord auf der legendären Nordschleife des Nürburgrings auf. Das selbe Fahrzeug hält zudem auch den Rekord für die schnellste Runde auf der Formel-1-Strecke in Spa. Zahlreiche Hersteller engagieren sich auch in der Formel E. Dort wird die immer weiter voranschreitende Entwicklung in der Batterietechnik sichtbar. So mussten die Fahrer zu Beginn noch während des Rennens das Auto wechseln. Inzwischen kommt allerdings ein neuer Akku zum Einsatz, mit dem die komplette Distanz gefahren werden kann. Gleichzeitig fließen neue technische Entwicklungen aus der Formel E auch in Serienfahrzeuge mit Elektromotor ein.


Via: Autocar

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.