Googles X-Labors sind dafür bekannt hinter verschlossenen Türen an geheimen Zukunfts-Projekten zu arbeiten. Aktuellen Medienberichten zufolge, soll Googles Gesundheitsabteilung bereits mit intelligenten Armbändern experimentieren, die in Zukunft zur frühzeitigen Krebserkennung eingesetzt werden könnten. Das Armband soll den Träger alarmieren, sobald Krebszellen lokalisiert werden. Was aktuell noch nach Science-Fiction klingt, könnte schon bald den Gesundheits-Sektor revolutionieren. Googles Forscher haben bereits unzählige Experimente durchgeführt und unter anderem hierfür auch menschliche Haut gezüchtet.


Armband zur frühzeitigen Krebserkennung

Es ist oftmals entscheidend, in welchem Stadium die Diagnose Krebs gestellt wird. Je früher Krebszellen erkannt werden, desto besser sind die Heilungschancen. Ein universell einsetzbares Heilmittel gegen Krebs konnte bisher jedoch noch nicht gefunden werden. Allerdings arbeiten  Unternehmen an Indikatoren um Krebs frühzeitig erkennen zu können. Zuletzt ist es Forschern gelungen einen möglichen Frühindikator für Bauchspeicheldrüsenkrebs ausfindig zu machen. Nun sorgt der Suchmaschinen-Gigant Google mit einem neuen Armband für Aufsehen, welches in der Lage sein soll Krebszellen frühzeitig zu erkennen, diese dann einzufärben und Alarm zu schlagen.

Und so funktioniert das Armband-System

Seit drei Jahren arbeiten die Forscher aus Googles X-Laboren ehrgeizig an dem revolutionären Armband. Der mit dem Projekt vertraute Experte Dr. Andrew Conrad erklärt in einem Interview mit der Zeitung „Independent“ wie das smarte Armband in Zukunft funktionieren soll. Mit der Hilfe von Nanopartikeln soll das System die Krebszellen im menschlichen Körper ausfindig machen. Die Nanopartikel untersuchen den Körper dabei stets nach krankhaften Zellen. Über die Existenz derartiger „Nanobots“ existieren bereits Berichte.


Die Nanopartikel, welche den Körper nach Krebszellen abscannen, werden oral über eine Pille eingenommen. Machen die kleinen „Nano-Roboter“ Krebszellen ausfindig, heften sich die Nanopartikel an und markieren diese zeitgleich. Die daraus entstehende Verbindung aus Zelle und Partikel soll den Wissenschaftlern nach aufleuchten um in der Folge von dem magnetischen Armband gefunden zu werden. Hierfür müssen die Forscher das Wechselverhalten zwischen Haut und Licht genauesten untersuchen.

Für die einzelnen Tests züchten die Forscher unterschiedliche Hauttypen künstlich im Labor. Dafür werden unter anderem auch echte Teile der Haut verwendet um möglichst realistische menschliche Unterarme zu erschaffen. Aufgrund der verschiedenen Hauttypen und auch Hautfarben wird das Ganze jedoch erschwert, was entsprechend viel Zeit beansprucht.

Bisher steckt das Google-Projekt noch in den Anfängen. Es muss laut dem Wissenschaftler noch sehr viel geforscht werden. Dennoch sei man auf einem guten Weg, endlich einen massentauglichen Indikator zur frühzeitigen Erkennung von Krebs zu entwickeln.

Sollte das Google Armband jemals das Entwicklungsstadium verlassen, könnten Krebszellen sofort nach dem Auftreten und noch weit vor dem Beginn physischer Symptome erkannt und erfolgreich behandelt werden. In einem Video erklärt Conrad das neue Armband-System.

Warum Google Menschenhaut züchtet

Nanopartikel im Körper sind gruselig

Google möchte auch in Zukunft mit neuen Technologien verschiedene Lebensbereiche revolutionieren. Den X-Labors ist dabei in der Vergangenheit schon so manch interessantes Projekt entsprungen. So arbeitete man beispielsweise schon an Kontaktlinsen, die in der Lage sind den Glukosewert von Diabetikern zu messen. In dem Videointerview mit „Atlantic“ wurde Conrad dazu befragt, ob die Tatsache, dass Nanopartikel den menschlichen Körper durchforsten, bei einigen Menschen nicht für ein unwohles, gar seltsames Gefühl sorgen könnten? Darauf antwortete der Wissenschaftler:“ Es dürfte viel seltsamer sein Krebszellen im Blut zu haben, die mich andauernd versuchen umzubringen.“

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