Zusammen mit einer Gruppe Freiwilliger hat Google ein chlorbeständiges Tablet entwickelt, das das Erfassen von Patientendaten auch unter den schwierigsten Bedingungen ermöglichen soll. Es ist extrem feuchtigkeitsresistent und lässt sich auch mit dicken Handschuhen bedienen.


Ebola
Bild: Ärzte ohne Grenzen

Ebola-Epidemie als Anlass für die Entwicklung

Das Ziel des Projekts war es, Ärzte dabei zu unterstützen, die Daten von Ebola-Patienten zu erfassen und weiterzuverarbeiten. Das Tablet ist mit Schutzhandschuhen bedienbar und widersteht sogar Stürmen und großer Feuchtigkeit. Während der Ebola-Epidemie in Afrika mussten Ärzte Patientendaten teilweise durch lautes Rufen kommunizieren, um eine Kontimation zu vermeiden. Dabei wurden sie durch Gesichtsmasken und große Entfernungen behindert, was Fehler provozierte. Daher bat die Organisation “Ärzte ohne Grenzen” um Hilfe bei der Sammlung und Weitergabe wichtiger Patientendaten.

Erhört wurde dieser Hilferuf von Freiwilligen wie Pim de Witte von Whitespell und Daniel Cunningham von Hack4Good sowie dem Unternehmen Google. Das Tablet, das so entstand, verfügt über eine wasserdichte Hülle auf industriellem Niveau. Es lässt sich in eine 0,5-prozentige Chlorlösung eintauchen, um Bakterien abzutöten. Die Hülle besteht aus Polykarbonat, einem temperaturbeständigen und strapazierfähigen Polymer, und hat weiche Kanten, um eine Beschädigung der Schutzkleidung der Nutzer zu verhindern. Die Daten werden über Funk mit einem winzigen Server in Briefmarkengröße verbunden, der die Daten dann an andere Ärzte mit dem gleichen Tablet verteilen kann. Geladen wird das Tablet mit einer kabellosen Technologie.


Ärzte, die das Gerät in Sierra Leone testen konnten, hoffen, dass die Technik auch bei anderen medizinischen Krisen zum Einsatz kommen wird.

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