Anders als ursprünglich angekündigt, wird Googles mobiles Betriebssystem Android nun doch nicht den Speicher von Smartphones und Tablets standardmäßig verschlüsseln. Auch wenn dies theoretisch möglich wäre, will Google die Entscheidung, ob eine Verschlüsselung eingesetzt wird oder nicht, den Hardwareherstellern oder den Nutzern überlassen.


Verschlüsselung UMTS

Verschlüsselung bei Apple ist bereits Standard

Googles größter Konkurrent Apple hat bereits vor einiger Zeit eine Standard-Verschlüsselung für das System iOS eingeführt. Seit der Veröffentlichung von iOS 8 im vergangenen September können die Daten auf den iPhones und iPads, deren Betriebssystem entsprechend aktualisiert wurde, nur mit dem Passwort des Nutzers abgerufen werden. Google kündigte daraufhin an, bei der Aktualisierung auf Android 5.0 Lollipop ebenfalls eine Verschlüsselung einzuführen.


Dieses Vorhaben wurde nun rückgängig gemacht. Die Verschlüsselung von Android werde standardmäßig nur bei Googles eigenen Nexus-Geräten aktiviert werden, berichtet der Blog Ars Technica. Allerdings behalte sich Google vor, die Verschlüsselung des mobilen Betriebssystems in Zukunft standardmäßig zu aktivieren. Grundsätzlich wolle man diese Entscheidung aber den Nutzern des Systems selber überlassen werden.

Ein Sprecher von Google ließ verlauten, dass das Kryptographiesystem auf einigen Geräten und Lollipop zu Performance-Einbußen führen könnte. Vor kurzen noch gab Google bekannt, dass ein Update auf Android 5.0 nach dem Neustart des Geräts mit einer kompletten Verschlüsselung des Smartphone-Speichers einhergeht. Hersteller wie Samsung codieren die Daten auf ihren Smartphones ebenfalls nicht, sodass im Endeffekt wahrscheinlich der Nutzer weiterhin für die Sicherheit seiner Daten verantwortlich sein wird.

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