Der 18-jährige Fionn Ferreira hat eine ganz besondere Entdeckung gemacht: Er fand heraus, wie Kläranlagen Mikroplastik aus Abwasser herausfiltern können, um endlich die Umwelt vor diesen winzigen Partikeln zu schützen, die sich überall verbreiten. Dafür bekam er eine Auszeichnung und 50.000 Dollar von Google.


Fionn Ferreira stellt seine Erfindung vor / Foto: Screenshot aus Youtube-Video s.u.

Mikroplastik reichert sich in unseren Meeren an

Mikroplastik reichert sich aktuell in den Weltmeeren an, es gelangt in die Mägen von Walen, Schildkröten und Delfinen. Die Partikel sind höchstens fünf Millimeter groß, meistens aber sehr viel kleiner. Sie werden aus den Kunstfasern unserer Kleidung herausgewaschen oder stammen aus Kosmetikprodukten, die wir auf unsere Haut auftragen. Die Kläranlagen scheinen derzeit machtlos gegenüber diesem Problem zu sein, erste Spuren von Mikroplastik finden sich bereits in unserem Trinkwasser wieder. Bisher gibt es kein Patentrezept gegen diese Plage, aber immerhin hat ein 15-jähriges Mädchen vor kurzem einen Filter für Waschmaschinen entwickelt, der auf die Mini-Partikel abgestimmt ist. Jetzt kommt eine neue Idee ins Spiel, ausgerechnet wieder von einem jugendlichen Erfinder.

Der junge Mann baute sich sein eigenes Spektrometer

Fionn Ferreira stammt aus einem kleinen Ort in Irland, er hat das Meer direkt vor der Haustür und sorgt sich um dessen Zustand. Darum probiert er schon eine Weile herum, um herauszufinden, wie sich Mikroplastik am besten aus dem Wasser lösen lässt. Jetzt gelang es ihm, mit Öl und einem magnetischen Pulver das Plastik zu binden. Die beiden erstgenannten Komponenten bilden gemeinsam sogenannte Ferrofluide, die nicht giftig sind. Sie verbinden sich mit dem Mikroplastik, das sich anschließend mit Hilfe eines Magneten aus dem Wasser entfernen lässt. Fionn wiederholte seine Tests um die eintausend Mal, bis er sich sicher war, die richtige Formel gefunden zu haben. Um die Ergebnisse genau zu verifizieren, baute er sich sein eigenes Spektrometer, ein Gerät, über das eigentlich nur professionelle Labore verfügen. Außerdem nutzte Fionn sein Mikroskop und stellte fest, dass er mit seiner Methode 87 % der Plastikpartikel aus dem Wasser lösen konnte.


Der junge Mann gewann mit seinem Projekt den Wissenschaftswettbewerb »Google Science Fair«, der für 13- bis 18-jährige ausgeschrieben wird. Nun soll die Methode im größeren Maßstab getestet werden.

Hier stellt Fionn Ferreira seine Erfindung vor

Quelle: welt.de

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