Zwei Satelliten der Grace-Fo-Weltraummission sind erfolgreich ins All gestartet und haben bereits erste Signale zurück zur Erde geschickt. Nun sollen die beiden in einem Abstand von 220 Kilometern um die Erde fliegen und diese vermessen. Zusätzlich wird auch die Distanz zwischen den beiden Satelliten genau bestimmt. Aus den so gewonnenen Daten lässt sich dann einmal monatlich eine Karte des Schwerefelds der Erde erstellen. Diese wiederum kann genutzt werden, um etwa Veränderungen bei der Höhe des Meeresspiegels festzustellen. Die Vorgängermission Grace war insgesamt fünfzehn Jahre im All aktiv und hatte unter anderem gezeigt, dass auf Grönland innerhalb weniger Jahre rund 270 Milliarden Tonnen Eis verloren gegangen sind. Die beteiligten Forscher hoffen, dass die Nachfolgemission ähnlich erfolgreich verlaufen wird.


Künstlerische Darstellung der Mission. Bild: Airbus

Ein Interferometer misst den Abstand zwischen den Satelliten

Insgesamt kostet der Einsatz der beiden Satelliten 440 Millionen Euro und wird von der NASA organisiert. Aus Deutschland ist das Deutsche Geoforschungszentrum in Potsdam beteiligt und übernimmt rund 78 Millionen Dollar des Budgets. Ausgelegt ist die Mission zunächst auf fünf Jahre. Dies galt allerdings auch für die Vorgängersatelliten, die dann deutlich länger aktiv blieben. Auf einen ähnlichen Effekt hoffen die Wissenschaftler auch diesmal. Bei der Messung der Distanz zwischen den beiden Satelliten kommt zudem eine vollkommen neue Technik zum Einsatz. Statt Mikrowellen soll diesmal ein neu entwickeltes Interferometer zum Einsatz kommen. Es wird also eine Laserverbindung zwischen den beiden Objekten hergestellt. Dadurch soll die Messung deutlich genauer werden. Es ist allerdings das erste Mal, dass diese Technik im Weltraum zum Einsatz kommen wird.

SpaceX brachte die Satelliten ins All

Die auf diese Weise gewonnenen Daten sollen dann genau analysiert werden. Erweist sich das Interferometer als zuverlässig, könnte die Technologie auch bei dem von der ESA geplanten Gravitationswellen-Observatorium LISA zum Einsatz kommen. Der Start dieser Mission ist aber erst für das Jahr 2034 geplant. In den nächsten Jahren sollen die beiden Satelliten der Grace-Fo-Mission nun zunächst einmal insbesondere den Meeresspiegel im Auge behalten. Ins All gebracht wurden die beiden Objekte durch eine Falcon-9-Rakete des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX. Der Transport verlief den Angaben der beteiligten Personen zufolge planmäßig und problemlos. Die während der Mission gewonnenen Daten werden insgesamt rund 5.000 registrierten Interessenten zur Verfügung gestellt.

Via: Tech Times


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