Die Landwirtschaft gehört weltweit noch immer zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen. Dies dürfte sich auch in Zukunft nicht groß ändern. Denn noch immer basiert so ziemlich unsere gesamte Ernährung auf dem einen oder anderen landwirtschaftlichem Produkt. Ändern könnte sich dies im großen Stil erst durch die Etablierung von Labor-Fleisch. Doch diese Forschung steht noch ziemlich am Anfang. Bis dahin könnten technologische Lösungen helfen, die Produktivität der Landwirtschaft zu erhöhen. Die schon heute zur Verfügung stehenden Möglichkeiten in diesem Bereich reichen von vernetzten Landmaschinen bis hin zu künstlicher Intelligenz. Microsoft will mit der Grand Farm nun ein Versuchslabor errichten, in dem solche und ähnliche Dinge erprobt werden können. Das große Ziel: Bis zum Jahr 2025 soll so eine vollständig automatisierte Farm entstehen.


Seit Jahrhunderten werden immer weniger Menschen benötigt

Dies würde gewissermaßen den Höhepunkt einer seit Jahrhunderten anhaltenden Entwicklung bedeuten. Denn der notwendige menschliche Arbeitseinsatz reduziert sich in der Landwirtschaft – zumindest in den Industrieländern – schon seit langem kontinuierlich. Auf der Grand Farm sollen dann erstmals Pflanzen angebaut und geerntet werden, ohne dass Mitarbeiter aus Fleisch und Blut benötigt werden. Ob dieses ambitionierte Ziel erreicht wird, lässt sich aktuell noch nicht seriös abschätzen. Klar ist aber: Funktionieren dürfte der Ansatz zunächst nur bei wenigen – einfach anzubauenden – Pflanzen. Spargel zu stechen und Erdbeeren zu pflücken ist beispielsweise deutlich komplizierter als ein Weizenfeld zu mähen. Einige Technologien lassen sich aber auch unabhängig von den angebauten Pflanzen einsetzen – etwa Drohnen die die Felder aus der Luft überwachen.


Die Anbindung an das Internet ist die Achillesferse

Microsoft investiert in die Grand Farm zunächst rund 1,5 Millionen Dollar. Langfristig könnte dies ein gutes Geschäft sein. Denn heute werden lediglich rund 20 Prozent der weltweiten Ackerflächen mit digitalen Hilfsmitteln bestellt. Der potentielle Markt ist also riesig. Problematisch ist allerdings die Tatsache, dass es einen Hemmschuh gibt, den Microsoft nicht alleine beseitigen kann: Die Anbindung an das schnelle Internet. Selbst in Industrieländern sind die ländlichen Gemeinden hier teilweise nur sehr schlecht angebunden. In Schwellen- und Entsicklungsländern ist die Situation noch schwieriger. Ohne Breitbandverbindung vor Ort lassen sich viele der digitalen Möglichkeiten aber nicht verwirklichen. Microsoft appelliert daher an die lokalen Regierungen hier möglichst schnell für eine Verbesserung zu sorgen.

Via: Geekwire

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.