Der Versova Beach in der indischen Metropole Mumbai ist rund drei Kilometer lang und sehr zentral gelegen. Eigentlich eignet er sich ideal für kurze Strandspaziergänge oder spontane Badeausflüge. Doch lange Zeit gab es ein Problem: Der Sand war unter den Bergen von Plastikmüll kaum noch zu sehen. Im Oktober 2015 machten sich daher die beiden Nachbarn Afroz Shah und Harbansh Mother an die Arbeit und begannen in Eigenregie die ersten Säcke Plastikmüll einzusammeln. Sie beließen es aber nicht bei dieser Arbeit, sondern warben parallel dazu um weitere Unterstützer. Aus dem kleinen privaten Projekt wurde so eine riesige Bewegung. Heute wird die Arbeit von zahlreichen Bollywood-Stars, indischen Prominenten und sogar den Vereinten Nationen unterstützt.


Foto: Afroz Shah/Twitter

Die Arbeit der Strandreiniger wird nie abgeschlossen sein

Jeden Sonntag treffen sich nun zahlreiche Freiwillige auf dem Strand und sammeln den herumliegenden Plastikmüll ein. Die Stadtverwaltung von Mumbai unterstützt die Arbeiten inzwischen ebenfalls und sorgt für den Abtransport der gesammelten Abfälle. Organisator Shah schätzt, dass an den letzten 119 Sonntagen insgesamt 12.000 Tonnen Plastik eingesammelt wurden. Inzwischen sieht man dies dem Strand auch an: Er wirkt sauber, aufgeräumt und einladend – zumindest jeden Montag. Denn die Tragik der Strandreinigung liegt darin, dass sie nie abgeschlossen sein wird. Weltweit landen jährlich rund acht Millionen Tonnen Plastikmüll im Meer und werden an den Stränden angespült. Am Versova Beach wird zudem auch noch Müll aus der Stadt herübergeweht.

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Zuletzt aktualisiert am 20.08.2018

Auch die Tierwelt profitiert von sauberen Stränden

Doch Shah und seine Mitstreiter wollen sich nicht entmutigen lassen und so lange weiter machen, bis die große Politik eine Lösung für das Problem mit dem Plastikmüll gefunden hat. Tatsächlich haben die Vereinten Nationen sich der Thematik bereits angenommen. Selbst im besten Fall dürfte es aber Jahre dauern, bis diese Bemühungen zu konkret sichtbaren Ergebnissen führen. Die unermüdliche Arbeit der Helfer in Mumbai nutzt bis dahin nicht nur den menschlichen Strandbesuchern, sondern schützt auf lange Sicht auch die Tierwelt. Denn Vögel und Fische leiden ebenfalls extrem unter der Plastikverschmutzung und sterben teilweise einen qualvollen Tod – etwa weil sie Plastikmüll essen und dieser den Magen verstopft.


Via: Treehugger

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