Als der australische Bundesstaat South Australia im Sommer letzten Jahres mit seinem Stromnetz zu kämpfen hatte, wandten die Behörden sich an Elon Musks Unternehmen Tesla, um sich nach möglichen Lösungen zu erkundigen. Musk stieg auf das Hilfegesuch ein und bot dem Bundesstaat eine Wette an: Sollte es Tesla nicht gelingen, innerhalb von 100 Tagen einen Batteriespeicher aufzubauen, der die Situation entlastet, dann sollte die Anlage für die Regierung von Southern Australia umsonst sein. Musk hat seine Wette gewonnen – und dabei wie nebenbei den weltweit größten Lithium-Ionen-Batteriespeicher der Welt gebaut. Doch nun schaltete sich ein weiterer Milliardär ein: Der Brite Sanjeev Gupta will ebenfalls in Australien einen größeren Batteriespeicher baue.


Energiespeicher mit 140 Megawatt Leistung

120 Megawatt Leistung hat die Anlage, die Elon Musk letztes Jahr in Australien errichten ließ. Der britische Milliardär Sanjeev Gupta, der in Sydney und Singapur lebt, will diesen Wert übertreffen. Gupta hatte im vergangenen Jahr die Stahlfabrik Whyalla im südaustralischen Port Augusta mit seinem Konzern Liberty House gekauft. Nur wenig später kaufte er außerdem die Ingenieurfirma Zen Energy, deren Spezialität der Bau von Solaranlagen ist. Inzwischen baut Gupta eine gewaltige Solaranlage, mit der er die Energieversorgung der Stahlfabrik gewährleisten will. Herzstück dieser Anlage soll ein Batteriespeicher mit einer Kapazität von insgesamt 140 Megawattstunden sein. Der Bau der Anlage wird von der australischen Regierung, die großen Wert auf das Themenfeld erneuerbare Energien legt, mit insgesamt etwa 10 Millionen Australischen Dollar (6,35 Millionen Euro) unterstützt. Insgesamt dürfte das weniger als ein Zehntel der zu erwartenden Baukosten sein. Mal sehen, wie lange Elon Musk sich das gefallen lässt.


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1 Kommentar

  1. Jan

    19. März 2018 at 19:01

    „Mal sehen, wie lange Elon Musk sich das gefallen lässt.“
    Klingt nicht nach der Mentalität von Elon Musk. Er begreift sich als Vorreiter für eine bessere Zukunft. Je mehr Leute es ihm gleich machen, desto besser. Anstatt verärgert zu sein, dürfte er ’ne kleine Party feiern.

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