Es ist eine Zahl, die beweist, dass sich eine sichere Energieversorgung und ambitionierte Klimaschutzziele nicht ausschließen müssen. Nach Angaben des Magazins Business Green, haben die Energieversorger in Großbritannien in den letzten beiden Jahren ihre CO2-Emissionen um 23 Prozent senken können. Möglich wurde dies vor allem durch den Ausstieg aus der Kohleenergie und den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Zumindest der erste Teil dieses Erfolgsrezeptes soll auch zukünftig weiterverfolgt werden: Die britische Regierung hat bereits angekündigt, bis zum Jahr 2025 sämtliche Kohlekraftwerke abzuschalten. Die letzte englische Zeche hat daher bereits vor einigen Wochen für immer geschlossen. Umweltschützer kritisierten allerdings, dass die Regierung stattdessen zukünftig auf Gaskraftwerke setzen möchte.


Kohle
Foto: Coal power-plant and oilseed rape, martin, Flickr, CC BY-SA 2.0

Britische Großstädte wollen nur auf Erneuerbare Energien setzen

Gas ist zwar nicht so klimaschädlich wie Kohle, aber natürlich trotzdem ein fossiler Brennstoff. Die meisten britischen Großstädte haben sich daher deutlich ambitionierte Ziele gesetzt. Eine gemeinsame Initiative sieht beispielsweise vor, den kompletten Energiebedarf von London und anderen Großstädten bis zum Jahr 2050 ausschließlich aus regenerativen Energiequellen zu bestreiten. Immerhin konnte Großbritannien im vergangenen Jahr bereits einen ersten Erfolg auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung verbuchen. Erstmals in der Geschichte des Landes nahmen die Erneuerbaren Energien einen größeren Anteil am Energiemix ein als die Kohleindustrie. Klimaschützer fordern nun, den Anteil der sauberen Energiequellen weiter auszubauen.

Bis zu den Klimazielen fehlen insgesamt noch zehn Prozent

Dies könnte tatsächlich notwendig sein. Denn betrachtet man nicht nur die Energieversorger, sondern die Klimaemissionen des Landes insgesamt, sind die Ergdbnisse deutlich weniger erfreulich. Nach Angaben der Regierung ist man noch rund zehn Prozent von den Zielen der internationalen Klimaverpflichtungen entfernt. Es gibt aber nur zwei Möglichkeiten, die eigenen Klimaemissionen zu senken: Energie einsparen oder den Energiemix emissionsärmer zu gestalten. Dass dies durchaus möglich ist, haben die britischen Kraftwerksbetreiber in den letzten beiden Jahren bewiesen. Auch US-Präsident Obama dürfte die Zahlen mit Interesse betrachten. Er plant den Ausstoß an Klimagasen bis zum Jahr 2030 um 30 Prozent zu reduzieren.


Via: Treehugger

1 Kommentar

  1. Mahee Ferlini

    30. Dezember 2015 at 16:08

    Glückwünsche dazu, zu Großbritannien und die Erde.

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