Um auf der Trendwelle der gesunden und ausgeglichenen Ernährung mit zu schwimmen, zeigen sich namenhafte Softdrinkhersteller ziemlich erfinderisch. Der neuste Trend ist dabei die Etiketten der Getränke grün zu färben um „gesund“ zu signalisieren. Statt auf Zucker setzt man vermehrt auf das pflanzliche Süßungsmittel Stevia. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hat sich das einmal genauer angeschaut und festgestellt, dass auch Produkte mit Stevia-Zusatz noch viel zu viel Zucker enthalten.


Stevia
Stevia Pflanze Bild: Andrés González CC BY-SA 3.0 (VIA WIKIMEDIA COMMONS)

Cola Life ist immer noch viel zu süß

Im Vergleich zu herkömmlichen Softdrinks sind Getränke mit Stevia nicht Zucker-ärmer und somit auch nicht gesünder. Das hält die Verbraucherzentrale Niedersachsen als Fazit aktueller Untersuchungen fest. Die grünen Etiketten neuer Softdrink-Versionen sollen dem Verbraucher ein gesundes Image vermitteln. Dass eine Coke Life mit 0,5 Liter Inhalt und Stevia als Süßungsmittel immer noch 11 Stückchen Zucker, also 34 Gramm beherbergt, wird allerdings gekonnt verschleiert. Im Vergleich zu normaler Cola, die 18 Stückchen Zucker auf die selbe Menge verteilt beherbergt, ist die Coke Life jedoch schon Zucker-ärmer. Die Reduktion um sieben Stückchen Zucker ist alleridngs bei Weitem noch nicht ausreichend um das Getränk bedenkenlos weiterempfehlen und vor allem auch in größeren Mengen trinken zu können.

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO beträgt die empfohlene Zuckerhöchstmenge pro Tag bei Frauen 25 Gramm und bei Männern 30 Gramm. Die Verbraucherzentrale hat insgesamt acht Getränke nach dem Zuckergehalt und der Menge an Kalorien untersucht. Drei der Softdrinks enthielten Stevia statt Zucker. Auf einem der Getränke ohne Stevia wurde der Hinweis „weniger süß“ auf der Verpackung abgedruckt.


Stevia
Softdrinks-Test Foto: Verbraucherzentrale Niedersachsen

Grüne Etiketten stehen nicht gleich für gesund

Im Kontext kann also festgehalten werden, dass Softdrinks mit grünem Etikett nicht unbedingt gesünder sein müssen. „Auch wenn die Werbung Trendgetränken ein gesünderes Image verpasst, sie sind nicht immer gesünder oder deutlich zuckerärmer – auch nicht mit einem grünen Etikett“, so die Verbraucherzentrale. Um Zuckerbomben auf dem ersten Blick im regal identifizieren zu können, fordern Verbraucherschützer Nährwertampeln auf den Produkten. Wer in Zukunft auf Zucker und auf künstliche Süßstoffe weitestgehend verzichten möchte, der sollte zum Mineralwasser oder zu selbst hergestellte Schorlen greifen. In den warmen Sommertagen, liefert schon ein Spritzer Zitrone in wohl temperiertes Mineralwasser einen tollen Frische-Kick.

Die Hersteller von Trend-Softdrinks werben unter anderem auch mit der Natürlichkeit der Getränke. Das ist ebenfalls laut den Verbraucherschützern grenzwertig. Im Rahmen der aktuellen Studie wurde die neue Cola Life, sowie fritz-kola, die grüne Variante des Lipton Eistees sowie die Fanta Orange und die mit „weniger süß“ beworbene Fanta Klassik getestet.

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