Die chinesische Regierung ist bekannt dafür, den Internetzugang der eigenen Bevölkerung streng zu kontrollieren. So führen kritische Berichte über das Land regelmäßig dazu, dass die entsprechenden Webseiten internationaler Medienhäuser blockiert werden. Zuletzt allerdings kam es zu ungewöhnlichen Problemen. Bestimmte Seiten – beispielsweise die Webseite des US-Fernsehsenders CNN – waren nicht einfach blockiert, sondern mit einer Weiterleitung auf zwei willkürlich ausgewählte Seiten versehen. Die chinesische Regierung allerdings scheint diesmal ihre Finger nicht im Spiel gehabt zu haben. Im Gegenteil: Chinesische Medien sprechen von einem gezielten Angriff aus dem Ausland auf die chinesische Internetinfrastruktur.


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Hintergründe sind noch unklar

Bisher ist allerdings noch nicht klar, welches Ziel die Angreifer mit ihrer Attacke verfolgten. Denn die Nutzer wurden keineswegs auf Seiten mit politischen Inhalten weitergeleitet. Vielmehr wunderten sich die Betreiber von wpkg.org und ptraveler.com ebenfalls über den unerwarteten Zustrom an Besuchern. Sie konnten sich auch nicht erklären, weshalb die Weiterleitung ausgerechnet auf ihre Webseiten verwies. Chinesische Experten gehen zudem nicht davon aus, dass sich die Spuren bis zu den Urhebern der Attacke zurückverfolgen lassen. Sollte also nicht doch noch eine Art Bekennerschreiben auftauchen, indem eine Gruppierung die Verantwortung übernimmt und eventuell Sinn und Zweck der Aktion erläutert, dürften die Hintergründe der Attacken im Unklaren bleiben.


Keine offizielle Stellungnahme

Dennoch hat die Aktion international für Aufsehen gesorgt, weil es sich um eine Art von Spiel mit vertauschten Rollen handelt. Für gewöhnlich sind es westliche Unternehmen und Einrichtungen, die über diffuse Hackerangriffe aus China berichten. Die chinesische Regierung selbst hat sich zu solchen Vorwürfen nie geäußert und wollte auch zu den aktuellen Angriffen auf ihr eigenes Netz keinen Kommentar abgeben. Die staatlichen Medien allerdings griffen den Fall durchaus auf und verwiesen auf ausländische Kräfte, die hinter der Attacke stünden.

Quelle: DigitalJournal

 

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