New Yorkhatte bisher eine erstaunlich rigide Regelung bezüglich Handys an Schulen. Theoretisch durften Schülerinnen und Schüler ihre Mobiltelefone nicht einmal mit auf das Schulgelände bringen. Einige Schulen verzichteten zwar auf die Umsetzung dieser Regelung und bestraften nur die Nutzung der Handys während des Unterrichts. Andere aber nutzten sogar Metalldetektoren – ursprünglich zum Finden von Waffen installiert – um Handys aufzuspüren. Dies schien vielen nicht nur übertrieben, sondern auch ungerecht. Durch die unterschiedlich harte Durchsetzung der Regelung kam es zu einer Ungleichbehandlung der Schüler – je nachdem welche Schule sie besuchten.


Auch Handy-Daten nicht sicher
Handy in Schulen (Bild: Flickr, Morgan)

Sohn des Bürgermeisters mit Handy in der Schule

Der zu Beginn des Jahres neu gewählte New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio hatte daher bereits im Wahlkampf angekündigt, das Verbot beenden zu wollen. Dieses Versprechen erneuerte er nun und sagte, es sei enorm wichtig, dass Eltern ihre Kinder erreichen könnten. Er gestand zudem ein, dass auch sein eigener Sohn ein Handy mit zur Schule nehme. Die New Yorker Stadtverwaltung arbeitet daher bereits an einer Neufassung der Regelung. Das generelle Handy-Verbot dürfte somit schon bald ein Ende haben. Die Nutzung während des Unterrichts und vor allem bei Klausuren und Klassenarbeiten bleibt aber natürlich auch weiterhin untersagt. Die New Yorker Schüler dürften von der Neuregelung dennoch erfreut sein.

Anders als die Betreiber so genannter Handy-Busse. Diese stellten sich mit ihren Vans vor Schulen und boten an – für einen Dollar – während der Schulzeit die Smartphones sicher zu verwahren. Auf ein Schuljahr umgerechnet entstanden den Schülern so allerdings kosten von rund 200 Dollar. Das Handy einfach zu Hause zu lassen, kam für viele dennoch nicht in Frage. Vor und nach der Schule bildeten sich deshalb teils lange Schlangen vor den Bussen.


Michael Bloomberg verweigerte sich einer Änderung

Dieses Modell geriet zudem zusätzlich in die Kritik, als 2012 ein solcher Van gestohlen wurde und mehrere hundert Handys verloren gingen. Eine öffentliche Kampagne forderte vom damaligen Bürgermeister Michael Bloomberg die Rücknahme des Verbots. Dieser allerdings verweigerte sich den Forderungen – wusste aber auch bereits, dass er ein Jahr später aus dem Amt scheiden würde. Während des Bürgermeister-Wahlkampfes 2013 kam das Thema dann erneut auf die Agenda und der Demokrat Bill de Blasio versprach eine Änderung.

Nach Amtsantritt habe er sich allerdings zunächst um drängendere Probleme kümmern müssen, so der seit dem 01. Januar amtierende Bürgermeister. Nun aber wolle er sein Wahlversprechen zügig in die Tat umsetzen. Eine neue Lösung zu finden, sollte dabei nicht all zu schwer fallen. Vergleichbare Schulbezirke, etwa Los Angeles oder Atlanta, haben längst Regelungen gefunden, die das reine mitnehmen des Handys in die Schule erlauben.

Quelle: DigitalTrends

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