Luftschiffe werden heute nicht mehr zum Personentransport eingesetzt, könnten aber schon bald eine erstaunliche Renaissance als kostengünstiges Transportmittel feiern. So ist beispielsweise angedacht, den Norden Kanadas mit Luftschiffen zu versorgen. Was dabei im Großen möglich erscheint, sollte sich doch auch im Kleinen umsetzen lassen – beispielsweise am Arbeitsplatz. Das dachte sich zumindest die Firma Festo, die nun – im Vorfeld der Hannover Messe – ein Indoor-Flugobjekt namens FreeMotionHandling präsentierte. Dabei handelt es sich um eine Heliumkugel, die von einem ultraleichten Karbonring umgeben ist. An diesem befinden sich insgesamt acht Propeller, die für die Steuerung der Kugel sorgen. Wenn man so möchte, handelt es sich also um eine Mischung aus einem Luftschiff und einer Drohne.


Copyright: Festo
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Die Steuerung kann vollständig autonom erfolgen

Das Besondere dabei: In die Heliumkugel ist ein Greifelement integriert. Dieses kann selbstständig Dinge aufnehmen und an seinen Zielort transportieren. Was vergleichsweise einfach klingt, ist technisch hochkomplex: Zwei On-Board-Kameras sorgen dabei dafür, dass der Greifer das Zielobjekt jederzeit genau erfasst – die Steuerung durch einen trainierten Piloten ist daher nicht notwendig. Während des normalen Flugs wird der Heliumflieger zudem durch ein Indoor-GPS gesteuert. Der Vorteil der Konstruktion ist dabei, dass sie problemlos in alle Richtungen navigieren kann. Der Heliumball selbst ist zudem frei beweglich, kann also beispielsweise auch Dinge an der Decke ergreifen.

Zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten sind denkbar

Zunächst einmal handelt es sich bei dem jetzt vorgestellten Flugobjekt lediglich um einen Prototyp, der die technischen Möglichkeiten aufzeigen soll. Es sind aber bereits auch schon ganz konkrete Anwendungsmöglichkeiten angedacht: So kann der Ballon in der Zukunft als fliegendes Assistenzsystem dienen und insbesondere in größeren Werkshallen für die schnelle Verfügbarkeit von Werkzeugen sorgen. Auch bei Arbeiten in großer Höhe erscheint die Unterstützung durch das FreeMotionHandling durchaus sinnvoll – ebenso wie in schwer zugänglichen Gebieten oder Räumen. Besucher der Hannover Messe können sich dabei demnächst selbst ein Bild von dem ungewöhnlichen Flugobjekt machen, für alle anderen wurde ein Video veröffentlicht, was die Fertigkeiten der Neuentwicklung demonstrieren soll.


Via: Festo

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