Der Zusammenhang zwischen frisch gebrühtem Kaffee und Austernpilzen scheint nicht auf den ersten Blick einleuchtend. Allerdings ist bereits seit langem bekannt, dass Kafeesatz einen idealen Nährboden für Pilze bietet. Der in Barcelona ansässige Designer Adrián Pérez hat sich diese Eigenschaft nun zunutze gemacht und eine Maschine entwickelt, die frischen Kaffee produziert – und dadurch die Voraussetzungen für eine integrierte Pilzfarm schafft. Das HIFA genannte System kreiert dabei im Idealfall einen Kreislauf, der immer neue Speisepilze produziert. Angst vor giftigen Pilzen muss bei dieser Art der Pilzproduktion dann natürlich niemand mehr haben. Der Geschmack des produzierten Kaffees wiederum hängt natürlich auch von den verwendeten Bohnen ab.


Foto: Adrián Pérez
Foto: Adrián Pérez

Die Pilze dienen später wiederum selbst als Startmaterial

Für die Pilzproduktion spielt die Auswahl der Kaffeeart allerdings keine Rolle. Die Kaffeemaschine selbst funktioniert dabei wie eine Pressstempelkanne, bei der der Kaffeesatz mit Hilfe eines Siebs nach unten gedrückt wird. Anschließend kann der Kaffee ganz normal getrunken werden. Der übrig gebliebene Kaffeesatz wird dann wiederum einfach in den unteren Behälter des HIMA-Systems gegeben. Ganz am Anfang müssen zudem noch einige Mycelien – also Pilzzellen – mit hinzugegeben werden. Diese wirken dann wie eine Art Blumensamen und sorgen für das Wachstum der richtigen Pilze. Später kann dann immer ein Teil der geernteten Pilze für diesen Zweck genutzt werden – es entsteht also eine Art sich selbst versorgende Produktion.

Austernpilze gehören zu den beliebtesten Pilzen der Welt

Ist der untere Behälter allerdings mal voll, muss der Kaffeesatz auch weiterhin anderweitig entsorgt werden. Große Pilzfans können dazu natürlich noch eine zweite selbst gebaute Pilzfarm anlegen – die Kaffeereste können aber auch ganz normal im Biomüll entsorgt werden. Austernpilze gehören dabei weltweit zu den beliebtesten ihrer Art. So wurden im Jahr 2008 alleine in Deutschland rund 500 Tonnen Austernpilze geerntet. Pilze gelten dabei als gesund, weil sie die Basis einer fettarmen und ballaststoffreichen Ernährung bilden können. Speziell beim Austernpilz kommt hinzu, dass es Hinweise auf eine vorbeugende Wirkung auf Darmkrebs gibt.


Via: Inhabitat

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.