Der Neptun ist der am weitesten von der Erde entfernte Planet unseres Sonnensystems und daher nicht mit bloßem Auge zu sehen. Die Wissenschaft weiß sich aber auch hier zu helfen. So flog die Raumsonde Voyager 2 in die Nähe des Neptun und entdeckte immerhin sechs Monde. Außerdem produzierte auch das Weltraumteleskop Hubble kontinuierlich Bilder. Bei deren Auswertung wurden acht weitere Trabanten entdeckt. Der bisher letzte befand sich aus Bildern aus dem Jahr 2014 und besitzt lediglich einen Durchmesser von 34 Kilometern. Benannt sind die Neptun-Monde allesamt nach Figuren aus der griechischen Sagenwelt. Bisher allerdings fehlte ein solcher Name noch für den letzten entdeckten Mond, der unter der etwas technisch klingenden Bezeichnung S/2004 N1 firmierte.


Bild: NASA, ESA, und J. OLMSTED (STSCI)

Hippocamp ist eine Abspaltung von Proteus

Doch nun hat das SETI-Institut, das aus Wissenschaftlern der NASA und der Universität Berkeley besteht, im Magazin „Nature“ einen Taufnamen für die Neuentdeckung präsentiert. Der 14. Neptunmond trägt demnach den Namen Hippocamp. Die Forscher blieben somit auch diesmal in der griechischen Sagenwelt: Ein Hippocamp ist ein Fabelwesen mit dem Kopf eines Pferdes und dem Schwanz eines Fisches. Der danach benannte Mond gehört zu den sieben inneren Monden des Neptun und ist von wesentlich größeren Nachbarn umgeben. Aktuell gehen die Wissenschaftler davon aus, dass er früher einmal ein Teil des Mondes Proteus war. Ein Kometeneinschlag könnte dann für die Abspaltung und die Entstehung eines neuen Trabanten gesorgt haben.

Der Neptun ist zu weit entfernt für eine bemannt Mission

Der Neptun ist der insgesamt viertgrößte Planet unseres Sonnensystems und stolze 4,5 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt. Die insgesamt vierzehn Monde umkreisen ihn in unterschiedlicher Distanz: Der am weitesten entfernte Trabant kommt teilweise auf eine Entfernung von bis zu zehn Millionen Kilometern. Um den Neptun und seine Mondes zu erforschen wird die Welt auch in naher Zukunft auf die Arbeit von unbemannten Sonden und die Bilder von Teleskopen zurückgreifen müssen. Eine bemannte Mission erscheint aus heutiger Sicht noch extrem weit entfernt. Die NASA will sich daher verständlicherweise zunächst den näher gelegenen Planeten widmen und plant, Menschen zur Venus und zum Mars zu schicken. Auf dem Mond könnte zudem eine Weltraumtankstelle entstehen, um noch weitergehende Missionen zu realisieren.


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