Die Ausbreitung von Aids nimmt in Europa weiterhin zu. Im Jahr 2013 infizierten sich 130.000 Menschen in Europa und Russland mit HIV. Die Krankheit kann innerhalb der nächsten Jahre eingedämmt werden. Hierfür sind jedoch Mittel in Milliarden Höhe nötig.


Knapp 30 Jahre nach der Entdeckung des Aids-Erregers stecken sich immer wieder Menschen mit gefährlichen Virus an. In Europa pendeln sich die Zahlen im Schnitt im Zehntausender-Bereich ein. Die europäischen Länder, einschließlich Russland registrierten 2013 136.235 neue HIV-Infektionen. Die Zahlen gehen aus einem aktuellen Bericht des Europa-Regionalbüro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Kopenhagen hervor. Allein auf Russland fielen 80.000 der Neuansteckungen.

„Wir müssen uns die Frage stellen, warum im vergangenen Jahrzehnt keine wesentlichen Fortschritte bei der Reduzierung der Zahl der HIV-Infektionen erzielt werden konnten. Wenn wir uns die Daten ansehen, dann stellen wir eindeutig fest, dass in allen Teilen der Europäischen Region die in Bezug auf HIV-Infektionen am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen nicht genügend erreicht werden, insbesondere Männer mit gleichgeschlechtlichen Sexualkontakten“, so Marc Sprenger, Leiter des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC)


In der letzten Zeit hat sich im Hinblick auf die Behandlungen von Aids einiges getan. Zudem wird vermehrt präventiv aufgeklärt. Zentrale Beratung- und Informationsstätten tragen ihren Teil zu mehr Transparenz bei. Dennoch ist der Behörde zufolge die Rate der Ansteckungen nicht zurück gegangen. Das Millennium-Ziel, bis 2015 die Ausbreitungsgeschwindigkeit von HIV zu bremsen, kann somit nicht erreicht werden.

Aids Aufklärung
Aids: Aufklärung und Prävention

Aids kann in den nächsten 15 Jahren deutlich eingedämmt werden

„HIV-Infektionen bleiben in Europa weiterhin ein Gesundheitsthema von großer Bedeutung“, heißt es in dem Bericht der WHO. Weltweit seien neusten Zahlen zufolge 35 Millionen Männer, Frauen und Kinder mit Aids infiziert. Jedes Jahr sterben knapp 1,5 Millionen Menschen an den Folgen von HIV. Es gibt jedoch Mittel und Wege im Aids drastisch eindämmen zu können. Dafür stehen bereits Milliarden-Programme beispielsweise bereit, die unter anderem von einer Mittel-Bereitstellung seitens der USA abhängig sind. Dem aktuellen Bericht nach ist die Ansteckungsrate in wirtschaftlich stärker entwickelten Ländern der Europäischen Union (EU) und des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) am geringsten. Angaben des Robert Koch-Instituts haben sich in Deutschland im Jahr 2013 etwa 3200 Menschen mit Aids infiziert. Davon sind 2700 Männer betroffen.

„Die Zahl der HIV-Diagnosen in dieser Gruppe ist seit 2004 um 33 Prozent gestiegen, und ein Anstieg war mit vier Ausnahmen in allen Staaten der EU und des EWR zu verzeichnen. Deshalb muss die Prävention und Bekämpfung von HIV unter Männern mit gleichgeschlechtlichen Sexualkontakten in allen Teilen der Europäischen Region zu einem Eckpfeiler der nationalen HIV-Programme werden“, erklärt Sprenger weiter.

Am 1.Dezember ist Welt-Aids Tag. An diesem Tag wird nicht nur an die Krankheit gedacht, sondern auch aufgeklärt. Zudem wird zum Spenden aufgerufen. Weltfirmen wie Apple beispielsweise spenden Geld an Aids-Stiftungen. Hierfür wird ein Teil der Erlöse von Produktverkäufen gespendet.

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