Sogenannte Hoverboards haben in den Vereinigten Staaten im vergangenen Jahr einen kleinen Hype ausgelöst. Zahlreiche Promis waren mit den Elektro-Rollbrettern zu sehen. Der Name ist allerdings irreführend: Er stammt aus dem Film „Zurück in die Zukunft II“. Dort allerdings schweben die Protagonisten über die Erde. Bei den jetzt verkauften Hoverboards handelt es sich aber im Prinzip um Segways im Mini-Format. Neben den Hoverboards fallen beispielsweise auch Elektro-Skateboards und E-Tretroller unter die Kategorie Elektrokleinstfahrzeuge. Nutzer in Deutschland haben bisher ein Problem: Rein rechtlich dürfen die kleinen elektrischen Fahrgeräte im öffentlichen Straßenverkehr gar nicht genutzt werden. Dies könnte sich nun aber ändern – wie die Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen mitteilte.


Bisher werden die Geräte oftmals unerlaubt genutzt

Denn grundsätzlich sieht die Regierung in dieser neuen Form der elektrischen Mobilität durchaus einige Vorteile. So werden während der Fahrt keine Emissionen verursacht und es entsteht auch keine Lärmbelästigung. Außerdem könnten Elektrokleinstfahrzeuge Teil der öffentlichen Mobilitätsstruktur werden. Anders ausgedrückt: Leute könnten beispielsweise mit dem Hoverboard zur nächsten Straßenbahnhaltestelle fahren. Hinzu kommt, dass die Geräte auch heute schon zahlreich in Deutschland verkauft werden – und eher nicht davon ausgegangen werden kann, dass sie nur auf Privatgelände genutzt werden. Eine Zulassung unter bestimmten Voraussetzungen könnte so einen rechtlichen Rahmen bieten und die Sicherheit für die Nutzer und für andere Verkehrsteilnehmer erhöhen.


Die Details der Neuregelung sind noch nicht bekannt

Es wurde daher eine Studie in Auftrag gegeben, um die unterschiedlichen Elektrokleinstfahrzeuge in verschiedene Kategorien einzuteilen. Diese sollen dann unter bestimmten Voraussetzungen zum Straßenverkehr zugelassen werden. Die Studie wurde inzwischen abgeschlossen und wird nun von den Beamten geprüft. Anschließend dürfte daraus ein Gesetzesentwurf werden. Welche rechtlichen Vorgaben dabei gelten werden, ist noch unklar. Bisher erreichen die Geräte teilweise Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 25 Stundenkilometern – zukünftig könnte die Obergrenze deutlich niedriger liegen. In den Vereinigten Staaten kam es zudem immer wieder zu Bränden durch explodierende Akkus in den Hoverboards. Diese Problematik haben die Hersteller eigenen Angaben zufolge inzwischen aber in den Griff bekommen.

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