Ein Pflaster dient im Normalfall lediglich dazu, eine Wunde zu bedecken und vor Schmutz und anderen Verunreinigungen zu schützen. Forscher der Harvard University haben jedoch ein Pflaster entwickelt, dass mittels eines Hydrogels die Wundheilung anregen soll.


Bild: Wyss Institute at Harvard University

Wärmeaktiviertes Pflaster

Das Team rund um Dr. Benjamin Freedman taufte das entwickelte Pflaster auf den Namen „active adhesive dressing“ (AAD). Die Wundabdeckung zeichnet sich dadurch aus, dass sie bestimmte Eigenschaften embryonaler Haut simuliert.

Bis zu einem bestimmten Punkt in der embryonalen Entwicklung ist die Haut in der Lage, ohne Narbenbildung zu verheilen. Grund dafür sind Fasern namens Actin, die Wundheilung ohne die Bildung von Narbengewebe ermöglichen.


Das Team der Harvard University nahm sich vor, diese Eigenschaften des Actin für ein Pflaster zu reproduzieren. Das Resultat ist ein Hydrogel auf Algenbasis, das mit Silver-Nanopartikeln und einem auf Hitze reagierenden Polymer ergänzt wird. Das Polymer ist nicht nur wasserabweisend, sondern schrumpft ab einer Temperatur von 32 Grad Celsius.

Hydrogel unterstützt Wundheilung

Wird das Hydrogel auf eine Wunde aufgebracht, verbindet es sich mit der Haut und wird durch die Körpertemperatur aufgeheizt. Dadurch beginnt das Polymer zu schrumpfen und die Haut zusammenzuziehen. Gleichzeitig wirken die Silber-Nanopartikel gegen Bakterien.

Indem der Anteil des Polymer an dem Hydrogel variiert wird, lässt sich die Stärke des zusammenziehenden Effekts verändern. So können die Pflaster an verschieden Körperpartien angepasst werden.

In Labortests mit Schweinehaut und Mäusen konnte die Effektivität der AAD-Pflaster nachgewiesen werden. Die Größe der Wunden wurde reduziert und das Hydrogel konnte sich gegen andere experimentelle Gels beweisen.

We are continuing this research with studies to learn more about how the mechanical cues exerted by AAD impact the biological process of wound healing, and how AAD performs across a range of different temperatures, as body temperature can vary at different locations. We hope to pursue additional preclinical studies to demonstrate AAD’s potential as a medical product, and then work toward commercialization„, so Freedman.

via Wyss Institute for Biologically Inspired Engineering at Harvard University

"

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.