Dreimal haben Studenten der TU München bereits die von Elon Musk ins Leben gerufene Hyperloop Pod Competition gewonnen. Da ist es kein Wunder, dass sich das Team rund um Florian Janke auch für dieses Jahr hohe Ziele gesetzt hat. In München haben die Nachwuchs-Ingenieure daher nun erstmals Eckdaten der Transportkapsel präsentiert, mit der die Studenten auch in diesem Jahr in Las Vegas überzeugen möchten. Die wichtigsten Veränderungen gegenüber dem Vorjahr: Das Gewicht der Konstruktion wurde um immerhin acht Kilogramm reduziert. Die Kapsel wiegt damit nur noch rund 70 Kilogramm. Außerdem kommen die acht verbauten Elektromotoren auf eine Leistung von 320 Kilowatt. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies in etwa eine Verdoppelung.


Im letzten Jahr fehlte die Zeit für Testfahrten

Grundsätzlich handelt es sich aber nicht um ein radikal neues Konzept. Stattdessen haben sich die Studenten vor allem darauf konzentriert, das Vorjahresmodell möglichst sinnvoll weiter zu entwickeln. Dies hängt auch damit zusammen, dass im letzten Jahr schlicht zu wenig Zeit für ausgiebige Tests war. Deshalb kam es während des Wettbewerbs in Las Vegas zu Problemen mit der Steuerungssoftware. Die Folge: Die Motoren konnten nicht ihre volle Leistungsstärke ausspielen. Es spricht allerdings für den Entwurf der Münchener, dass sie den Wettbewerb dennoch für sich entschieden. In diesem Jahr wird nun ein neuer Geschwindigkeitsrekord angepeilt: Läuft alles nach Plan wird die Kapsel auf mindestens 600 Stundenkilometer beschleunigen.


Eine Ausgründung ist eine Option für die Zukunft

Janke ist optimistisch, dass dies erneut für den Sieg reichen wird. Sein Argument: Die meisten anderen Teams haben das Konzept der Münchener aus dem vergangenen Jahr übernommen. Damit fehlt ihnen aber ein Jahr an Erfahrung. Langfristig kann sich das Team der TU München zudem vorstellen, dass Thema Hyperloop auch hauptberuflich anzugehen und ein entsprechendes Startup auszugründen. Wie dies funktionieren kann, ist in den Niederlanden zu beobachten. Dort entstand das Startup Hardt an der Universität Delft und betreibt inzwischen die einzige europäische Hyperloop-Teststrecke auf der Fahrten mit dem Gewicht von echten Passagieren simuliert werden können. Auch der deutsche Tech-Investor Frank Thelen denkt über ein Investment in die Firma nach.

Via: Wiwo

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