Der VW Bulli war in den Vereinigten Staaten nicht nur kommerziell ein Erfolg, sondern ist bis heute auch mit einem extrem positiven Image besetzt. Bereits Anfang dieses Jahres hat der Konzern daher auf der Detroit Motor Show ein Konzept für eine Neuauflage mit Elektromotor vorgelegt. Damals war allerdings ein Zeitraum von rund fünf Jahren vorgesehen, bis auf Basis der Studie tatsächlich ein erster VW-Bus mit Elektroantrieb gebaut werden sollte. Nun scheint der Konzern hingegen aufs Tempo drücken zu wollen: Wie VW-Markenchef Herbert Diess bei der Präsentation des neuen Polo bestätigte, soll schon in Kürze mit der Serienproduktion des Elektrobullis im Retro-Design begonnen werden.


Soll helfen, das angekratzte Image von Volkswagen in den USA auzupolieren: Der neue Bulli mit Elektromotor. Bild: Volkswagen AG

Der neue VW-Bulli soll beim Käufer Emotionen wecken

Das positive Image des VW Bulli dürfte zu dieser Entscheidung beigetragen haben. Denn das einst positive Bild von Volkswagen in den Vereinigten Staaten wurde durch den Dieselskandal erheblich getrübt. Diess selbst brachte dies auf die Formel, der Konzern brauche „emotionale Autos“. Wann genau Produktion und Verkauf starten werden, ist bisher aber noch nicht bekannt. Es ist davon auszugehen, dass diese Details auf einem eigenen Presseevent bekannt gegeben werden. Einige Eckdaten sind aber schon aus der Konzeptstudie bekannt. So wird der I.D. Buzz auf dem von Volkswagen entwickelten modularen Baukasten MEB basieren. Dieser Baukasten soll später die Grundlage für alle Elektroautos des VW-Konzerns liefern. Dies bedeutet: Der Akku wird zwischen den Rädern verbaut, wodurch im Innenraum zusätzlicher Platz entsteht.

Die Technik für autonome Fahrten ist bereits verbaut

Der neue VW-Bulli wird daher Platz für bis zu acht Personen bieten und soll eine Reichweite von 600 Kilometern besitzen. Der Elektromotor wird zudem nicht die einzige technische Neuerung darstellen. Vielmehr besitzt der VW-Bus auch zahlreiche Fahrassistenzsysteme. Theoretisch wäre er damit auch in der Lage, vollkommen autonom zu fahren. Dies soll aber erst in Zukunft ermöglicht werden, zu Beginn ist ein menschlicher Fahrer hinter dem Steuer noch Pflicht. Dieser kann den Hauptteil der Fahrarbeit zwar an den Computer abgeben, muss aber im Notfall eingreifen können. Außerdem ist die Hinterachse einzeln lenkbar, sodass der Wenderadius des Fahrzeugs lediglich 11 Meter beträgt. Für einen Kleinbus ist dies ein extrem guter Wert.


Via: Autoexpress

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