Das Thema Quantencomputing wird in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen. Ein Quantencomputer ist in der Lage, Informationen ungleich schneller zu verarbeiten als herkömmliche Computer und könnte in diversen Bereichen gewinnbringend eingesetzt werden. Das Problem: Bisher gelang noch niemandem der wirkliche Durchbruch in dem Bereich. IBM möchte das ändern und kündigte kürzlich an, bereits in einigen Jahren einen kommerziell einsetzbaren Quantencomputer vorstellen zu wollen.


Quantencomputer sind die Zukunft der Informationstechnologie

Quantencomputer setzen statt den herkömmlichen binären Bits sogenannte Quantenbits oder Qubits ein. Qubits nutzen das Quantenphänomen Superposition und können gleichzeitig den Status 0 und 1 einnehmen. Durch ihre Fähigkeit, in mehreren Zuständen gleichzeitig existieren zu können, können Qubits deutlich schneller Informationen verarbeiten.


IBM arbeitet nun schon seit einiger Zeit an Quantencomputern. Im letzten Mai stellte das Unternehmen einen 5-Qubits-Quantencomputer vor. Diese Computer sind in einem Labor in New York und standen der Öffentlichkeit als Cloud-Service zur Verfügung. Nun arbeitet IBM an einem universellen Quantencomputer und hat diesbezüglich IBM Q ins Leben gerufen, eine Initiative, bei der es darum geht, den ersten kommerziell einsetzbaren Quantencomputer zu entwickeln.

IBM hat ambitionierte Ziele

Mit IBM Q möchte IBM das aktuelle Quantencomputer-Programm erweitern. Der Quanten-Cloud-Dienst erhält ein neues Application Program Interface (API), das genutzt werden soll, um Programmierern und Entwicklern ohne Hintergrund in Quantenphysik die Möglichkeit zu geben, Interfaces zwischen IBMs Cloud-Quantencomputern und herkömmlichen Computern zu erschaffen. Auch ein Software Development Kit (SDK) ist in Zukunft geplant, um Entwicklern zu ermöglichen, erste simple Programme für das Quantensystem zu programmieren.

The API allows programmers to test more theories and lay the groundwork to scale up these larger systems. What we really want to do is work with the community to figure out what quantum computing looks like in the future when we have a larger number of qubits„, so Jerry Chow von IBM.

Das Unternehmen hofft, dass diese Updates dazu führen werden, dass mehr Forscher und Entwickler dazu animiert werden, sich mit der Quantentechnologie auseinanderzusetzen. „While technologies like AI can find patterns buried in vast amounts of existing data, quantum computers will deliver solutions to important problems where patterns cannot be seen and the number of possibilities that you need to explore to get to the answer are too enormous ever to be processed by classical computers„, heißt es von Seiten IBMs.

IBM möchte in den nächsten Jahren Quantencomputer mit 50 Qubits erschaffen. Diese hätten genug Leistung, um sowohl im wissenschaftlichen als auch im geschäftlichen Bereich enormen Nutzen zu haben. Die Möglichkeiten, die Quantencomputer in Zukunft bieten werden, sind nahezu unbegrenzt. Egal, ob es um medizinische Technologien, Finanzdienstleistungen, Cloud-Security oder auch künstliche Intelligenz geht: Nahezu jede Anwendung, bei der Computer zum Einsatz kommen, kann mit Quantencomputern vorangebracht werden.

via TechCrunch

"

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.