Monoklonale IgA Antikörper sollen laut Thomas Valerius und Michael Dechant bei Krebspatienten neue Perspektiven für die Behandlung von Krebs-Tumoren bedeuten. Werden bisher bei Tumorpatienten nur Antikörper die der Gruppe der Gammaglobuline angehören angewandt, ist für die Zukunft mit den IgA Antikörpern eine neue Alternative in Aussicht. Die Antikörper IgG die der Gruppe der Gammaglobuline angehören wurden bisher eingesetzt, weil ihr chemisches Verhalten nicht so komplex ist wie das der IgA Antikörper.

Nun wollen Professor Thomas Valerius und Michael Dechant von der Universität Kiel die Lücke zu den bisher kaum untersuchten IgA Antikörpern schließen. In verschiedenen Studien wurde belegt, dass einzelne Immunzellen, wie Makrophagen sowie Granulozyten ihren Beitrag zur therapeutischen Effizienz der Antikörper beitragen. Bereits jetzt ist es Professor Thomas Valerius und Michael Dechant im Bereich der Produktion und Aufarbeitung der IgA Antikörper gelungen eine Methode zu entwickeln mit der eine ausreichende Menge hochreiner, gentechnisch erzeugter IgA Antikörper für vorklinische Versuche zu erhalten. Um die so erzeugten IgA Antikörper allerdings therapeutisch für die Krebsbehandlung einsetzen zu können, bedarf es noch einer speziellen Anpassung. So gilt es für die beiden Kieler Forscher, die IgA Antikörper zu optimieren und auf ihre Funktion zu testen. Die Wilhelm-Sander-Stiftung fördert ein Projekt, in dessen Rahmen die Kieler Forscher diese Aufgabe bewältigen wollen.


Die Wilhelm-Sander-Stiftung schüttet für dieses Forschungsprojekt 180.000 Euro als Förderung aus. Der Zweck dieser Stiftung ist medizinische Forschung, im speziellen Projekte im Rahmen der Krebsbekämpfung zu unterstützen. Der Unternehmer Wilhelm Sander, der im Jahr 1973 verstarb war es, der über seinen Nachlass diese Stiftung ins Leben rufen ließ.

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