Das Badespielzeug SMÅKRYP besteht aus drei Teilen und soll die kindliche Feinmotorik unterstützen. Auf der dazugehörigen Produktseite findet sich aber auch ein nicht ganz unwichtiger Hinweis: „Nur für Innenräume geeignet“, ist dort zu lesen. Dies gilt allerdings nicht für die beiden Modelle, die im Moment auf dem Fluss Deptford Creek im Südosten Londons unterwegs sind. Denn die zwei autonomen Boote dort sind zwar optisch dem Badespielzeug nachempfunden, haben aber eine ganz spezielle Aufgabe: Sie fischen Plastikmüll aus dem Gewässer. Pro Fahrt kann eines der Boote Müll mit einem Gewicht von bis zu knapp zwanzig Kilogramm aufnehmen. Anschließend wird der Abfall an Land gebracht und dort dann fachmännisch entsorgt.


Bild: Ikea

Die Schiffe werden anschließend gespendet

Zusätzlich wurden die Reinigungsschiffe noch mit einigen technischen Besonderheiten versehen, um mehr Aufmerksamkeit für das Projekt zu gewinnen. So sind Kameras an Bord installiert, die eine Art Blick aus der Schiffsperspektive ermöglichen. Außerdem lassen sich die Boote auch vom Land aus steuern. Ikea nutzt dies, um Passanten zu involvieren und gleichzeitig über die Problematik des Plastikmülls aufzuklären. Von Dauer wird das Projekt allerdings nicht sein. Vielmehr handelt es sich um eine einmalige PR-Aktion des Möbelhändlers. Anschließend wird das intelligente Badespielzeug aber nicht einfach verschrottet, sondern an die wohltätige Organisation Hubbub übergeben. Diese wird dann schauen, auf welchen Flüssen oder Seen die Reinigung am sinnvollsten ist.

Strohhalme sind bereits seit einiger Zeit verboten

Ikea ist aber keineswegs der einzige Akteur in London, der versucht gegen die Plastikmüll-Problematik anzugehen. So sind schon heute zahlreiche Freiwillige damit beschäftigt, Kunststoff-Abfall aus der Themse zu fischen. Diese könnten zukünftig von den Booten unterstützt werden, um auch schwer zugängliche Stellen zu erreichen. Außerdem hat die Stadtverwaltung schon vor einiger Zeit ein Verbot für Plastik-Strohhalme erlassen. Dies stellt aber nur einen Tropfen auf den heißen Stein dar. Interessant ist zudem, dass auch einige Geschäfte Initiativen ins Leben gerufen haben. So gibt es in der britischen Hauptstadt inzwischen einen „Zero Waste“-Laden. Für zwei Tage eröffnete vor kurzem zudem das sogenannte „Rubbish Cafe“. Dort mussten Kunden recycelbares Plastik als Zahlungsmittel mitbringen.


Via: Engadget

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.