Der schwedische Möbelkonzern IKEA plant langfristig Möglichkeiten zu schaffen, das alle Produkte recycelt werden können, gab Ikea-Vorstand Steve Howard gegenüber der Nachrichtenagentur dpa an. So sollen nicht nur wie in einem Test, der sich über mehrere Länder erstreckt, Kunststoff-Gartenmöbel und Plastikwaren in den Filialen zurückgenommen werden. Auch für Regale oder Holzmöbel will man eine Möglichkeit schaffen, diese recyceln zu können.


Das könnte bedeuten, dass Kunden vielleicht in Zukunft die Möglichkeit haben, ihr abgenutztes Billy Regal in einer IKEA Filiale zurückgeben zu können. Laut dem Ikea Vorstand soll sich das Holz von Regalen, Tischen zwischen sechs und sieben Mal recyceln lassen. Dabei habe das recycelte Holz sogar den Vorteil, das es trockener sei als frisches Holz. Viele billige Regale bestehen leider aktuell aus einem regelrechten Komponentenmix aus Plastik, Leim, Farbe und Holzresten, welche nur schwer voneinander zu trennen sind.


Neue Geschäftsmodelle sollen zu mehr Nachhaltigkeit führen

Die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, in denen auch Holzwaren recycelt werden sollen, wird allerdings noch einige Jahre in Anspruch nehmen. Man wolle zudem auch in weiteren Bereichen auf Nachhaltigkeit setzen. Als ein Beispiel dafür, könne man Induktionsherde nennen. Diese verbrauchen deutlich weniger Energie als herkömmliche Elektro- oder Gasherde. Diese neueste Technologie werde aber von anderen Unternehmen teuer gemacht. Ikea hingegen macht solche Innovationen durch Massenproduktion erschwinglicher. Laut eigenen Angaben verkaufte der Konzern allein im Geschäftsjahr 2011 rund 168.000 Induktionsherde. Somit verfügte jeder zweite Herd über die neue, innovative Technologie.

Ein Sechstel des Strombedarfs stammt aus eigener Produktion

Doch das Nachdenken über Recycling für Regale, Tische und Kunststoffprodukte ist noch nicht alles, was man seitens Ikea, im Hinblick auf die Nachhaltigkeit an den Tag legt. Zudem generiert der Konzern eigenen Strom aus Windparks und Fotovoltaikanlagen. Im vergangenen Geschäftsjahr seien allein rund 470 Millionen Euro in erneuerbare Energien wie Wind- und Solarenergie investiert worden. Mit dem Strom aus eigener Produktion decke man bereits ein Sechstel des Gesamtbedarfs gab Howard an. Alles zusammengefasst wird bislang die benötigte Energiemenge zu 50 Prozent aus erneuerbaren Energien abgedeckt. Auch hier wolle man einen Wert erreichen, der bei 100 Prozent liege.

Quelle

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.