Nach wie vor arbeiten Forscher aus Deutschland sehr intensiv an einem Impfstoff gegen Ebola. Dieser wird bereits Ende Januar oder Februar zum Einsatz kommen, wie der Virologe Stephan Becker von der Universität Marburg nun in einem Interview bestätigte. Vorläufige Tests führten die Wissenschaftler durch, mit denen bereis vielversprechende Erfahrungen gemacht werde konnten. So traten beispielsweise keine Nebenwirkungen bei den bis zu 300 Teilnehmern einer Studie auf.


Ebola
Foto: Cynthia Goldsmith CC BY-SA 3.0 (VIA WIKIMEDIA COMMONS)

Bereits seit dem November 2014 erfolgt die klinische Erprobung vom Ebola-Impfstoff. Hierbei wird das Blutbild der Probanden intensiv betrachtet. Wie bei jedem Impfstoff verfolgen die Forscher hierbei das Ziel, die Wirksamkeit sowie die Sicherheit der Antikörper überprüfen zu können.

Positive Erfahrungen mit Nebenwirkungen

Laut dem Virologen Stephan Becker traten zum Start der Tests nur bei vereinzelten Patienten Nebenwirkungen auf. So klagten ein paar Teilnehmer über Gelenkschmerzen, die von allein wieder abgeklungen sind. Außerdem sinkt derzeit die Zahl der Ebolakranken. Nur noch in einzelnen Regionen werden lokale Ausbrüche der Krankheit vermeldet. Diese derzeitige Situation eignet sich deutlich besser zur Erprobung des entwickelten Medikaments im Krisengebiet in Afrika.


Noch immer sind die Länder Guinea, Liberia und Sierra Leone am stärksten von Ebola betroffen. Laut den Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind bis zum 13. Januar 2015 mehr als 8.400 infizierte Menschen verstorben. 21.300 Ebola-Fälle sind bekannt. Die Dunkelziffer dürfte sehr hoch sein.

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