Das Geschäft mit alternativen Proteinen boomt und soll in den nächsten zwei Jahrzehnten sogar den Markt für Tierproteine überholen. Ganz vorne mit dabei ist die Marke Impossible Foods, die mit ihrem pflanzlichen Burger-Ersatz von sich reden macht. Nun will das Unternehmen auch versuchen, einen Fischersatz auf den Markt zu bringen.


Impossible Foods
Der Fleischersatz von Impossible Foods ist durchaus erfolgreich.

Fischloser Fisch mit Häm-Proteinen

Impossible Food ist vor allem für auf Häm basierende fleischlose Burger-Patties bekannt, die geschmacklich nur schwer von Fleisch zu unterscheiden sind und sich inzwischen unter anderem bei Burger-King auf der Karte wiederfinden.

Inzwischen hat das Unternehmen begonnen, mit Proteinen zu experimentieren, die genetisch so verändert werden können, dass sie im Geschmack und Aussehen Fischprotein ähneln.


Ähnlich wie bei den fleischlosen Patties von Impossible Foods kommen dabei besondere Häm-Proteine zum Einsatz, die hergestellt werden, indem eine genetisch modifizierte Hefe fermentiert und anschließend mit genetischem Material von Soja-Pflanzen injiziert wird.

Ein Unternehmen auf einer Mission

In ersten Versuchen gelang es Impossible Food anscheinend, eine Brühe herzustellen, die nach Anchovis schmeckt und diese in einem Paella-Rezept zu verwenden. Die Ergebnisse waren scheinbar hervorragend.

Impossible Foods hat es sich auf die Fahne geschrieben, Fleisch aus der Ernährung vieler Menschen zu entfernen, um so die Umwelt in Bezug auf die Effekte der Fleischindustrie zu entlasten. Die Landwirtschaft ist für neun Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich – vier Prozent entstehen dabei direkt durch die Tierzucht. Impossible Food möchte daher bis 2035 eine Alternative zu jeder Art tierischen Proteins entwickeln.

Nicht der erste Fischersatz

Wenn es um Fischersatz geht, so ist der Vorstoß von Impossible Foods nicht der erste. So hat das Unternehmen Good Catch etwa bereits eine Thunfisch-Alternative um Angebot, und die Forma Wild Type stellt einen Lachsersatz her.

The only way we can succeed is to make fish from plants that is more delicious than the fish that’s strip mined from the ocean„, so Pat Brown, CEP von Impossible Foods. Der Fischfang hat massive Auswirkungen auf die Ökosysteme der Weltmeere. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind etwa 60 Prozent der weltweiten Fischbestände überfischt.

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4 Kommentare

  1. Der Frager

    19. Juli 2019 at 08:11

    Von wo habt ihr den die Aussage „und soll in den nächsten zwei Jahren sogar den Markt für Tierproteine überholen“
    Die Märkte sind doch größentechnisch Lichtjahre auseinander oder?

  2. Olli

    19. Juli 2019 at 08:55

    Ich finde es ja gut, dass Alternativen gesucht werden, welche uns vom hohen Fleischkonsum abwenden…ABER: Wenn der Preis dafür ist, dass weiter Regenwälder in Masse vernichtet werden um Soja anzubauen, dann bin ich mir über den Sinn und Zweck nicht ganz einig. Auch haben wir ja gesehen, dass Gentechnik in der Nahrung sehr schwerwiegende Folgen haben kann. Dennoch gut, dass sich jemand damit beschäftigt ^.^

  3. Alexander Trisko

    19. Juli 2019 at 16:08

    Da hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen. Gemeint waren die nächsten beiden Jahrzehnte.

  4. Alexander Trisko

    19. Juli 2019 at 16:13

    „Wenn der Preis dafür ist, dass weiter Regenwälder in Masse vernichtet werden um Soja anzubauen“

    Erstens: Impossible Foods importiert kein Soja aus Brasilien bzw. Südamerika:

    https://www.transgen.de/aktuell/2760.vegan-fleischimitate-gentechnik-soja.html

    Zweitens: Über 90 Prozent der Soja-Produktion heutzutage geht in die Tierzucht. Wenn das wegfiele, bliebe mehr als genug Raum für nachhaltige Nahrungsmittelproduktion. Das Problem beim Sojaanbau ist sicher nicht die Produktion von veganen oder vegetarischen Produkten.

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