Eigentlich eine ganz einfache Idee: Warum nicht die Energie, die Sportler aufbringen, um ihre Fitnessgeräte zu betreiben, in Elektrizität umwandeln und ins Netz einspeisen? Michal Homla hat diesen Gedanken in die Tat umgesetzt, sein Londoner Fitness-Studio versorgt sich selbst mit Strom und erwirtschaftet sogar Überschüsse.


Die Displays enthalten die Angabe »Watts to Grid«

Die Anzeige der Spinning-Bikes enthält neben den üblichen Daten auch die Angabe »Watts to Grid«: Sie teilt den Sportlern also mit, wie viel Strom sie bereits für das Netz erzeugt haben. Diese Energie dient zum Betrieb der Musikanlage, des Lichts, der Getränkekühlung und aller anderen Geräte im Fitness-Center »Terra Hale« – die Nutzung von Netzstrom ist gar nicht mehr nötig. Der überschüssige Strom wird eingespeist und steht dann woanders als saubere Energie zur Verfügung.

Luftfilternde Pflanzen sorgen für eine gesunde Raumluft

Der Name dieses ungewöhnlichen Sportpalastes bedeutet so viel wie »starke Erde«, denn der Betreiber besitzt eine besondere Beziehung zur Natur. Er verbrachte seine Kindheit in den slowakischen Bergen und wurde dort zum Profi-Snowboarder: Der Sport liegt ihm also ebenfalls im Blut! Den Umweltschutz nimmt Homla sehr ernst, darum besteht auch die gesamte Ausstattung seines Fitnessparadieses aus recycleten Materialien. Die Uhren stammen aus der Slowakai, sie tickten in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts auf slowakischen Bahnhöfen. Die Trennwände des Studios sind aus Altholz gefertigt, luftfilternde Pflanzen sorgen für eine gesunde Raumluft und eine Extraportion Sauerstoff.


Ein Video-Besuch im Terra Hale

Das Fitness-Center besitzt bereits zwei kleine Ableger

Wer dieses Fitness-Center in Shepherd’s Bush betritt, wird sicher schnell merken, dass an diesem Ort eine ganz andere Atmosphäre herrscht als sonst. Das Training selbst ist sicher nicht weniger fordernd, doch die Umgebung erscheint freundlicher und dazu gesellt sich das Gefühl, nicht nur sich selbst etwas Gutes zu tun. Das Terra Hale hat bereits zwei kleinere Ableger in Fulham und Notting Hale: Wer weiß, vielleicht expandiert Michal Homla noch weiter, sodass seine Öko-Studios erst Großbritannien und dann ganz Europa erobern!

Quelle: newsgreen.net

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