Afrika ist eigentlich wie gemacht für die Versorgung mit Sonnenenergie. Die Temperaturen sind in der Regel hoch und der Sonnenschein ist extrem intensiv. Außerdem ist die Stromversorgung in vielen Ländern chronisch unzuverlässig und könnte ein wenig saubere und zusätzliche Energie sehr gut vertragen. Viele Entwicklungshilfeorganisationen haben dies bereits erkannt und kleine dezentrale Solarmodule installiert. Diese versorgen dann beispielsweise einen Kühlschrank oder ein Dorfzentrum kostengünstig mit Strom. In Mali soll nun aber ein Schritt weiter gegangen werden: Der norwegische Konzern Scatec Solar möchte dort in Zusammenarbeit mit der Regierung und lokalen Partnern ein großflächiges Solarkraftwerk errichten.


Kalte Sonne
Foto: Cold Sun, Mark Vegas, Flickr, CC BY-SA 2.0

Fünf Prozent des heutigen Stromverbrauchs könnten gedeckt werden

Dieses soll rund 50 Millionen Dollar kosten und in der Nähe der Stadt Segou im Südosten Malis entstehen. Einmal vollständig installiert werdendie Solarmodule pro Jahr 60.000 Megawattstunden Strom produzieren. Dies wäre ausreichend, um rund 60.000 Haushalte mit Strom zu versorgen und entspricht in etwa fünf Prozent des heutigen Energieverbrauchs in ganz Mali. Der zuständige Minister für Energie und Wasser, Mamadou Frankaly Keita, zeigte sich von dem Projekt dann auch begeistert: „Diese historische Vereinbarung signalisiert die Entschlossenheit der Regierung, den Energiebedarf der Nation zu decken und saubere, erneuerbare und erschwingliche Energie an unsere Bevölkerung zu liefern“, erklärte der Politiker.

Auch die Weltbank ist beteiligt

Mali hat seit einigen Jahren mit einem Aufstand im Norden des Landes zu kämpfen und gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Experten der Weltbank arbeiten deswegen eng mit der Regierung zusammen, um die Situation zu verbessern. Ein wichtiges Ziel dieser Zusammenarbeit ist die Verbesserung der Energieversorgung. Deswegen ist auch ein Fonds der Weltbank mit rund 30 Prozent an dem nun geplanten Solarpark beteiligt. Während der Bauphase werden zudem rund 200 lokale Arbeitsplätze geschaffen. Anschließend soll die Expertise zum Betrieb der Anlage langfristig ebenfalls auf lokale Kräfte übertragen werden.


Via: It News Africa

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