In Marrakesch beginnt heute die 22. Weltklimakonferenz. Ziel der Delegierten ist es, konkrete Schritte zur Umsetzung des Weltklimavertrags von Paris zu beschließen. Zu diesem Anlass wurde in der marokkanischen Stadt nun ein öffentliches Leihsystem für Fahrräder eingeführt. Unter dem Namen Medina Bike hat das französische Unternehmen Smoove zehn Stationen mit insgesamt 300 Rädern installiert. Ähnlich wie beispielsweise auch in Wien können die Fahrräder dabei an jeder beliebigen Station zurückgegeben werden. Das Projekt ist zunächst auf fünf Jahre angelegt und soll dazu beitragen, Marrakesch zu einer grüneren Stadt zu machen. Finanziert wird der Unterhalt der Fahrräder und Leihstationen durch Zahlungen der „Global Environmental Facility“ und einen kommerziellen Sponsor.


Marokko will verstärkt umweltfreundliche Transportmittel fördern

In der Vergangenheit waren die meisten Einwohner Marrakeschs mit Fahrrädern unterwegs. Inzwischen hat sich aber auch in Marokko das Automobil als dominierendes Verkehrsmittel durchgesetzt. Um Staus während der Weltklimakonferenz zu vermeiden, hatte die Stadtverwaltung die Bewohner zuletzt aber aufgerufen, vermehrt öffentliche Verkehrsmittel und Fahrräder zu nutzen. Das öffentliche Bike-Sharing-Programm ist daher auch eine Art Symbol dafür, dass die marokkanischen Behörden zukünftig verstärkt auf umweltfreundliche Transportmittel setzen wollen. Aktuell sind aber wohl zunächst vor allem auswärtige Besucher als Nutzer der Leihfahrräder eingeplant. Die meisten Stationen befinden sich jedenfalls in der Nähe bekannter Touristenattraktionen und berühmter Gebäude.


Der König forciert den Ausbau der Erneuerbaren Energien

Marokkos König Mohammed VI. will aber nicht nur Marrakesch zu einer grüneren Stadt machen, sondern hat auch landesweit den Umwelt- und Klimaschutz zur Priorität gemacht. So setzt das Land, das aktuell über neunzig Prozent des Energiemixes aus fossilen Brennstoffen bezieht, konsequent auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Es ist daher auch kein Zufall, dass in der marokkanischen Wüste aktuell das größte Solarkraftwerk der Welt gebaut wird. Marokkos König hat zudem eines der weltweit schärfsten Verbote von Plastiktüten erlassen. Während herumfliegende Plastiktüten beispielsweise in Marrakesch früher ein gewohnter Anblick waren, sind diese inzwischen fast vollständig aus dem Stadtbild verschwunden.

Via: Business Green

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