Sonnenwärmekraftwerke können in extrem sonnenreichen Regionen einen höheren Wirkungsgrad erreichen als klassische Photovoltaikanlagen. Bisher gibt es in den Vereinigten Staaten aber nur ein knappes Dutzend an Kraftwerken, bei denen riesige Spiegel die Sonnenstrahlen auf einen zentralen Absorber leiten, wo dann die Wärme des Sonnenlichts genutzt wird, um Energie zu erzeugen. Die Firma SolarReserve will der Technik nun aber auch in den USA zum Durchbruch verhelfen. Unter dem Namen Sandstone plant das Unternehmen daher den Bau des weltweit größten Sonnewärmekraftwerks der Welt. Mithilfe von mehr als 100.000 Spiegeln und zehn Thermo-Türmen soll dort genug Strom produziert werden, um damit eine Millionen US-Haushalte zu versorgen.


Via: Cleantechnica
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Das Kraftwer produziert so viel Strom wie der Hoover Damm

In Sachen Stromproduktion wäre das Sonnenwärmekraftwerk damit auf Augenhöhe mit dem weltberühmten Hoover Damm: Beide Anlagen besitzen eine Kapazität von 2.080 Megawatt. Die Solarthermie besitzt zudem auch das Potential, einen Teil der Atomkraftwerke in den Vereinigten Staaten zu ersetzen. Zwar wurde dort noch kein landesweiter Atomausstieg beschlossen, einzelne Bundesstaaten – beispielsweise Kalifornien – haben aber bereits ein Enddatum für die noch laufenden Atommeiler festgelegt. Die US-Regierung hat zudem verschiedene Förderprogramme für Erneuerbare Energien aufgelegt. Allerdings sind auch Sonnenwärmekraftwerke mit hohen Investitionskosten verbunden. So plant SolarReserve alleine für das neue Mega-Kraftwerk in Nevada mit Kosten von mindestens fünf Milliarden Dollar. Das Unternehmen ist aber zuversichtlich, diese Investitionen langfristig wieder hereinholen zu können.

Die Energie kann in Flüssigsalz gespeichert werden

Dazu beitragen soll auch die Tatsache, dass das Kraftwerk in der Lage ist, die tagsüber gewonnene Energie in Flüssigsalz zu speichern. Nachts kann diese Energie dann abgegeben werden. Auf diese Weise kann das Sonnenwärmekraftwerk eine konstante Stromabgabe garantieren und wirkt fast wie ein konventionelles Kraftwerk. Logischerweise wird für das Aufstellen der Spiegel aber auch jede Menge Platz benötigt. Das Unternehmen prüft daher aktuell zwei verschiedene Standorte in Nevada. Dabei soll auch darauf geachtet werden, dass das Kraftwerk die bestehende Tierwelt nicht zu stark beeinträchtigt. Eine finale Investitionsentscheidung will das Unternehmen in den nächsten Monaten treffen.


Via: Clean Technica

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