„Es ist besser, einen Tag im Monat über sein Geld nachzudenken, als einen ganzen Monat dafür zu arbeiten.“ Diese Weisheit stammt vom amerikanischen Millionär John D. Rockefeller und beschreibt eine nicht ganz unwesentliche Denkweise, die auch für die zukünftige Strategie im Hinblick auf die richtige Geldanlage von Bedeutung ist. Im folgenden Beitrag wollen wir daher aktuelle „Geldanlage-Trends“ und bewährte Systeme entsprechend übersichtlich darstellen und teilweise auch näher durchleuchten.


Geldanlagen

Finanzielle Vorsorge: Welche Geldanalage ist die Richtige?

Die Wahl der richtigen Geldanlage dürfte im ersten Moment einige Mühen mit sich bringen und etwas Zeit beanspruchen. Schließlich gilt es sich zunächst individuell mit dem Thema vertraut zu machen und nicht von irgendwelchen daher gelaufenen „Experten“ reinreden zu lassen. Es geht schließlich um euer Geld und beim Geld hört bekanntlich die Freundschaft auf. Mit einem gewissen Abstand vom Schlaraffenland-Denken dürfte man sich auch recht schnell von utopischen Renditen verabschieden. In Frage kommende Geldanlage-Möglichkeiten, sollten daher entsprechend nüchtern betrachtet werden. Desweiteren sollte man auch in regelmäßigen Abständen die Konditionen überprüfen und gegebenenfalls umschichten um effizienter mit den Anlagen zu wirtschaften. Mit grundlegenden Tipps zur zukünftigen Geldverwaltung ist man jedenfalls bestens gewappnet.


1. Tages-, Monats- oder Festgeld statt Börse

Aufgrund der erneuten Zinssenkung, die im letzten Jahr stattgefunden hat, ist ein Sparkonto fast schon genauso effektiv, wie der gute alte Sparstrumpf. Das Geld wird über die Jahre nicht weniger, aber auch nicht mehr. Vermehrt sucht man folglich nach Alternativen, die sich ein wenig mehr lohnen. Bei der Akquise nach lohnenswerten Geldanlagen, also Möglichkeiten mit hohen Renditen, sollte man jedoch wachsam sein und sich nicht von zunächst verlockend klingenden Angeboten blenden lassen. Hohe Renditen sind oftmals auch mit hohen Risiken verbunden. Ein Paradebeispiel sind dabei die Börsen. Wer viel Geld auf ein vielversprechendes Pferd setzt, der kann entweder absahnen oder aber auch schnell einiges verlieren. Zuletzt sorgte hier das Verschwinden der Bitcoin-Börse MyCoin in Hongkong für schmerzhafte Verluste bei mehr als 3000 Anlegern. Bitcoins galten einst als Währung der Zukunft. Wer Interesse an einer längerfristigen Anlage hat, der sollte die Börse,  samt einhergehender Schwankungen dann doch eher meiden. Mit gedämpften Rendite-Erwartungen, kann man sich allerdings frisch an das Werk machen. Mittel- bis längerfristige Geldanlagen, die kaum ein Risiko bergen, da die Zinsen garantiert sind, spiegel sich im Rahmen des Tages-, Monats- oder Festgeldes wieder. Teilweise festgeschriebene Zinsen winken unter anderem bei einer Kapitallebensversicherung.

2. Versicherungen und „Betongold“

Sinn und Zweck der Geldanlage ist doch, dass am Ende auch ein wenig bei rumkommt und das angelegte Geld um einige Prozentpunkte gewachsen ist. Zumindest sollte jedoch das angelegte Kapital ab einem Tag X wieder zurückfließen oder? Im Rahmen zukünftiger Geldanlagen, wird man immer wieder mit Versicherungen konfrontiert. Schließlich beinhaltet das Wort auch eine wichtige Komponente, nämlich „sicher“. So weiß der Geldanleger bei einer privaten Rente schon im Vorab ziemlich genau, was später erwartet werden kann. Das Angebot der privaten Renten ist recht vielfältig. Folglich gilt es auch hier zunächst zu hinterfragen, was man konkret vor hat? Möchte man beispielsweise einen größeren Geldbetrag auf einmal anlegen, dürfte wohl eher eine Privatrente mit Einmalbeitrag in Frage kommen. Der Vorteil bei dieser Geldanlage-Form ist, dass das Geldhäufchen Monat für Monat wächst und man sich um nichts weiter kümmern muss.

Eine ebenfalls sehr beliebte Alternative zu Versicherungen, stellen Immobilien-Anlagen dar, die von einigen liebevoll auch „Betongold“ genannt werden. Die Vorteile einer eigenen Immobilie liegen auf der Hand. Zum einen kann man diese selber bewohnen und sich somit eine gewisse Unabhängigkeit, bezüglich Mietzahlungen, schaffen zum anderen schützt eine Immobilie auch vor einem Totalverlust. Desweiteren besteht auch die Möglichkeit die Immobilie zu vermieten um sich somit konstante Einnahmen zu generieren. Ob Eigentumswohnung oder Haus, in jedem Fall gilt es neben dem Erwerb noch einige Folgekosten wie etwa zukünftige Instandhaltungskosten, mögliche Belastungen vom alten Eigentümer und Kosten für den Notar und Grundbucheintrag zu beachten. Mögliche Erbstreitigkeiten sowie eine schlechte Lage, können ebenfalls in der nahen Zukunft Gefahren mit sich bringen. Um auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt es sich ein Haus vor dem Kauf mehrfach anzuschauen und bei einer Tour auch einen Experten (Gutachter) mitzunehmen. Schließlich kann der Fachmann in etwa sagen, ob das Haus auch den Kaufpreis wert ist und wann welche Reparaturen oder Instandhaltungsmaßnahmen in etwa fällig sind.

Immer mehr Experten raten jedoch nicht alles auf eine Karte zu setzen, sondern das Kapital auf verschiedene Anlage-Modelle zu verteilen. Läuft es dann einmal bei einer Anlage nicht so gut, fällt das nicht gleich zu sehr ins Gewicht. Zudem kann man das Ungleichgewicht mit einer anderen Vorsorge kompensieren.

3. Nur Bares ist wahres

Wer eine Geldanlage sucht, die recht flüssig ist, also relativ kurzfristig auch Bares freigibt, wenn man es braucht, der sollte sich über ein Monatsgeldkonto informieren. Diese Art der modernen Geldanlage verfügt über eine recht hohe Liquidität. Im Gegensatz zu einer Immobilie, die sich nicht so schnell wieder in Bares wandeln lässt, kann man bei einem Monatsgeldkonto auch kurzfristig Geld für eine Waschmaschine oder ähnliches abheben. Da im Leben nicht alles immer so schön nach Plan läuft, sollte man sich im Optimalfall auch immer eine Anlage offen halten, die kurzfristig liquidiert werden kann. Somit sichert man sich einen gewissen Anteil an Flexibilität, was in der heutigen beschleunigten Gesellschaft nicht von Nachteil sein dürfte.

4. Gold muss nicht immer glänzen

Immer wieder hört man von Freunden und Bekannten, dass man sein Geld doch in Gold anlegen soll. Gold ist recht wert-stabil und schützt vor Inflationen. Experten raten jedoch auch hier mit einem gewissen Kalkül zu agieren. Zu beachten gilt, dass Gold keine Rendite abwirft und der Goldpreis stets schwankt. Zudem muss man beim Kauf auch noch entsprechende Aufschläge zahlen, so dass es zunächst zu einer Minderung der Wertsteigerung der Geldanlage kommt. Im Anlage-Mix betrachtet, ist Gold jedoch eine recht lukrative Sache. Entscheidet man sich neben weiteren alternativen Geldanlage-Möglichkeiten auch für den Erwerb von Gold, folgt ein weiteres, nicht zu unterschätzendes Problem in Form der sachgemäßen Aufbewahrung. Gold muss sicher und daher in einer Bank oder im heimischen und ebenfalls recht kostspieligen Safe verstaut werden.

Fazit

Mit dem aufgezeigten Problemaufriss im Hinterkopf, dürfte man für die Zukunft gewappnet sein und entsprechend Weise die richtige Geldanlage wählen. Wichtig ist sich in jedem Fall mit der Materie einmal in Ruhe auseinanderzusetzen und im Vorab auszuloten, was man möchte. Wird darauf hin eine konkrete Richtung anvisiert, kann auch in Zukunft mit dem hart erarbeiteten Geld nichts schief gehen.

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1 Kommentar

  1. hsgnt

    13. Juli 2015 at 15:38

    Guter Artikel,
    ich bin jedoch der Meinung man kann durchaus an der Börse investieren und ohne großes Risiko lohnende Renditen erzielen. Bei diesen Renditen darf man als Anleger natürlich keine astronomisch hohe Vorstellungen haben. Ich würde z.B. in ETFs investieren. Dies lohnt sich zwar nur bei langfristigen Investitionen, jedoch kann man mit viel Geduld und ohne großes Risiko eine Rendite erzielen, die zumindest höher als die Zinsen auf das Tages-, Monats- oder Festgeld. Wer sich mit dem Thema ETFs überfordert fühlt sollte sich mal sogenannte Robo-Advisor anschauen.

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