Die Vorbereitungen haben einige Jahre in Anspruch genommen, aber nun ist es soweit: Das schwedische Möbelhaus Ikea hat seine erste Filiale in Indien eröffnet. Genau genommen befindet sich der Markt in der Stadt Hyderabad im Bundesstaat Telangana. Die Manager des Konzerns waren schlau genug, nicht einfach das klassische Ikea-Konzept aus Europa vollständig zu übernehmen. Stattdessen fanden sinnvolle Anpassungen an die indische Kultur statt. So gibt es natürlich auch ein Restaurant mit den klassischen Köttbullar. Diese werden aber nicht aus Schweine- oder Rindfleisch hergestellt. Stattdessen gibt es eine vegetarische Variante und eine mit Hühnchen. Außerdem ist es in Indien bisher eher unüblich, Möbel selber nach Hause zu transportieren und dort aufzubauen. Deswegen bietet Ikea Liefer- und Montagedienste an.


Foto: Ikea

Die Batterien der Rikschas werden mit Sonnenenergie gespeist

Die Auslieferung der Produkte erfolgt teilweise ebenfalls mit einem landestypischen Gefährt: Der Konzern hat Rikschas mit Elektromotoren angeschafft. Diese sollen zudem auf umweltfreundliche Art und Weise mit Strom versorgt werden. Deshalb wurden auf dem Dach des Marktes Solarmodule installiert. Die Sonnenenergie lädt die Batterien der Transport-Rikschas und soll zusätzlich auch noch einen Teil des Energiebedarfs der Verkaufshallen decken. Die kleinen Fahrzeuge mit nur drei Rädern haben den Vorteil, dass sie sich vergleichsweise gut durch den dichten Verkehr der Metropole schlängeln können. Außerdem sind die Inder längst an den Anblick gewöhnt. Mit Ausnahme der Innenstadt von Mumbai sind Rikschas beinahe überall auf dem Subkontinent zu finden – immer öfter auch mit Elektroantrieb.

2.000 Produkte wurden extra neu entwickelt

Ikea ist zudem grundsätzlich mit den Besonderheiten Indiens gut vertraut. Denn der Konzern produziert in dem Land bereits seit mehr als 30 Jahren Möbel. Dies dürfte auch dazu beigetragen haben, dass das Sortiment des neuen Marktes massiv angepasst wurde. So gibt es natürlich auch dort das bekannte Billy-Regal zu kaufen. Zusätzlich wurden aber auch 2.000 Produkte speziell für den indischen Markt entwickelt, die jeweils weniger als 200 Rupien kosten sollen. Umgerechnet sind das ungefähr 2,50 Euro. Aber auch klassische Produkte wurden teilweise clever verändert. So nutzen Inder beim Essen so gut wie nie Messer und Gabel – folgerichtig besteht das Besteckset für Kinder aus vier unterschiedlichen Löffeln. Ikea hat zudem bereits große Pläne für Indien: In den nächsten Jahren sollen mindestens vier weitere Filialen eröffnen.


Via: Electrek

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