Die indische Eisenbahn transportiert jährlich mehr als acht Milliarden Passagiere und rund eine Milliarde Tonnen Fracht. Sie gehört damit zu den größten Eisenbahngesellschaften der Welt. Die Eisenbahnstrecken sind dabei so etwas wie die Lebensadern des indischen Subkontinents. Gebaut wurde die Infrastruktur allerdings größtenteils noch unter der britischen Kolonialherrschaft. Die veraltete Technik sorgt daher zum einen immer wieder für schwere Unfälle. Zum anderen können auf den alten Schienen auch keine Hochgeschwindigkeitszüge zum Einsatz kommen. Der indische Ministerpräsident Modi ist daher auf der Suche nach neuen Technologien, die dafür sorgen, dass das riesige Land auch weiterhin schnell und kostengünstig bereist werden kann. Besonderes Interesse weckte bei ihm die sogenannte Hyperloop-Technologie.


Die Baukosten liegen bei einem Viertel von vergleichbaren Bahnprojekten

Dabei werden Transportkapseln beladen und dann durch eine Vakuumröhre geschickt. Auf diese Weise sinkt die benötigte Reisezeit erheblich. Von San Francisco nach Los Angeles bräuchte man beispielsweise nur noch rund dreißig Minuten. Bibop Gresta, einer der Gründer des Unternehmens „Hyperloop Transportation Technologies“, hat in einem Interview mit dem Magazin Forbes nun einen weiteren Vorteil des Hyperloops in den Vordergrund gerückt: Er sei deutlich kosteneffizienter als ein Netz an Hochgeschwindigkeitszügen. Seinen Angaben zufolge kommt eine neue Hyperloop-Strecke teilweise mit einem Viertel der Gelder aus, die man ansonsten für den Bau einer Bahntrasse benötigt hätte. Die Betriebskosten belaufen sich zudem sogar nur auf rund ein Fünftel der sonst nötigen Ausgaben.


Stromausfälle könnten zum Problem werden

Auch die Kosten für die Passagiere würden sich demnach in Grenzen halten. So kalkulieren die Unternehmen in den USA aktuell mit Preisen zwischen 20 und 30 Dollar pro Fahrt. In Indien dürften die Tickets aber noch einmal deutlich günstiger angeboten werden. Die erste Strecke könnte zudem bereits in wenigen Jahren fertiggestellt werden. So sprach Gresta von einem Zeitraum von etwa 38 Monaten: „Wir sind mit der Technologie soweit und wir können das benötigte Geld mitbringen“, so der Unternehmer. Voraussetzung ist allerdings, dass zeitnah eine Genehmigung durch die indischen Behörden erfolgt. Ein Problem bleibt aber auch dann: Die Hyperloop-Technologie ist extrem stromintensiv – Indien aber wird immer wieder von Stromausfällen geplagt.

Via: Inhabitat

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1 Kommentar

  1. Jan Zacharias

    23. März 2017 at 14:12

    Gute idee!
    Abgesehen davon dass der hyperloop erst in ferner zukunft realistisch sein wird ?

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