Um Bezahlvorgänge in Zukunft noch schneller, einfacher und auch sicherer zu gestalten, arbeiten Technologieunternehmen wie Mastercard zusammen mit Partnern an geeigneten Lösungen. Obwohl das kontaktlose Bezahlen durchaus seine Vorteile hat, wird die NFC-Technologie hierzulande kaum genutzt. In Zukunft könnte sich das jedoch ändern, so verlangt beispielsweise Mastercard von seinen Partnern, dass ab 2018 alle Bezahlterminals kontaktlosfähig sein sollen. Im Mobile Payment-Sektor und allgemein beim Bezahlen mittels neuer Technologien passiert aktuell ziemlich viel. Vor allem Komplettlösungen wie das digitale Portemonnaie haben eine echte Chance.


Überweisungen in Echtzeit

Zunächst ein kurzer Ausflug in die Instant Payments. Eine aktuelle Studie von ibi research sollte herausfinden, ob superschnelle Zahlungen die Bezahl-Zukunft maßgeblich beeinflussen und verändern könnten. Wie bereits von einigen Diensten bekannt, könnten Nutzer in Zukunft auch klassische Kontoüberweisungen oder Kartenzahlungen innerhalb weniger Sekunden auf dem Empfängerkonto gutschreiben lassen. Die Vorteile wären ein geringeres Risiko sowie die Minimierung von Prozesszeiten, als auch eine bessere Planung der Liquidität sowie Zahlungen an Sonn- und Feiertagen und das rund um die Uhr. Zusammen mit der ING-DiBa AG und der van den Berg AG hat ibi research eine Befragung bei 590 Verbrauchern und Unternehmern durchgeführt. 33 Prozent der Verbraucher stuften die Instant Payments als „sehr nützlich“ ein. Weitere 30 Prozent finden die Ad hoc-Zahlungen „nützlich“ und 33 Prozent als „manchmal nützlich“. Insgesamt wird die schnelle Sofort-Zahlung also begrüßt. So könnten Einkäufe im Internet noch schneller vonstattengehen. Das Online-Shopping nimmt schließlich weiterhin zu, so dass auch die Bezahldienste daran angepasst werden müssten. Allerdings sei ein Großteil der befragten Studienteilnehmer auch mit den bereits zur Verfügung stehenden Verfahren und den hier vorherrschenden Geschwindigkeiten durchaus zufrieden.


Digitales Portemonnaie: Der neue Masterpass von Mastercard

Moderne Bezahlmöglichkeiten, wie diese auch namhafte Technologieunternehmen wie Mastercard anbieten, sind für den digitalen Handel bereits ausgelegt und zudem auch sicher. Beim Geld spielt schließlich das Vertrauen der Nutzer eine sehr entscheidende Rolle. Daher erfolgte Mitte Juli 2016 die Erweiterung des Online-Bezahldiensts Masterpass. Kontaktlose Bezahlfunktionen werden zunächst für Nutzer von
Android-Geräten in den USA angeboten, für Europäer soll die neue Version in den kommenden Monaten verfügbar sein. Das ist ziemlich spannend, denn Masterpass ist der erste komplett digitale Zahlungsservice mit Omni-Channel-Unterstützung für Verbraucher, Kartenherausgeber und Händler.

„Vom Kauf eines Zugtickets mit Ihrem mobilen Gerät bis zum Aufteilen einer Restaurantrechnung am Tisch oder dem Kauf von Lebensmitteln mit einer Berührung mit Ihrem Smartphone oder der Buchung eines Flugs online, Masterpass vereinfacht das Bezahlerlebnis“, heißt es unter anderem in der aktuellen Pressemitteilung.

Masterpass im Video erklärt

Das Angebot neuer Funktionen und die Anpassung an die Bedürfnisse der Nutzer ist ein wichtiger Schritt, um in Zukunft auch wettbewerbsfähig zu sein. In Deutschland halten sich die Beobachtungen beispielsweise im Hinblick auf das kontaktlose Bezahlen per NFC allerdings in Grenzen. Das könnte sich jedoch bald ändern. Nun gilt es die Technologie nicht nur jedem zugänglich zu machen, sondern diese auch in der breiten Masse anzubieten.

Anbieter wie Mastercard ermöglichen schon heute bequem online im Internet, schnell und einfach kontaktlos oder „klassisch“ mit der Karte direkt an der Einkaufsstelle zu bezahlen. Hinter den einfachen Lösungen stecken auch modernste Sicherheitstechniken, die den innovativen Bezahlmethoden, wie beispielsweise die digitale Brieftasche von Mastercard, zum Durchbruch verhelfen können. Zur Sicherheit schreibt Mastercard folgendes: „Mithilfe von mehrschichtigen Diensten, einschließlich Tokenization-Technologie mit Bankidentifikation und Verifizierung der Karteninhaber, verwendet Masterpass hochmoderne Sicherheitsverfahren, um die Verbraucher vor betrügerischen Aktivitäten zu schützen“.

Ausblick in die Zukunft des Bezahlens

Mit der Zunahme einfacher technologischer Lösungen, die immer weniger Zwischenschritte erfordern und dennoch sicher sind, wird auch das Interesse an bargeldlosen Zahlungen stets zunehmen. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Echtzeit-Überweisungen sowie das kontaktlose Bezahlen und generell digitale Zahlungsvorgänge ihre Vorteile haben. NFC im Allgemeinen und auch die nun vermehrt in Österreich diskutierte Bankomatkarte mobil, die das kontaktlose Zahlen an NFC-Kassen per Smartphone (iPhone ausgeschlossen) ermöglicht, fristen nach wie vor nur ein Nischendasein. In Zukunft könnte sich das jedoch ändern. Die Kreditkarte dürfte durchaus eine Renaissance erfahren. Schließlich beherrschen diese schon heute das unkomplizierte Bezahlen in vielen Disziplinen. Neben dem NFC-Support sind die kleinen Kärtchen auch online und via mobiler Lösungen einsetzbar. Der Masterpass, der vieles miteinander vereint, zeigt somit in welche Richtung es zeitnah gehen dürfte.  Die Digitalisierung hat den Wunsch der Kunden nach bequemen aber auch sicheren Bezahlmethoden verstärkt. Daher wird die Kreditkarte, ähnlich wie in den USA auch hierzulande künftig noch stärker im Alltag genutzt werden.

Fazit

Für den Nutzer von heute dürften Mobile Payments und digitale Brieftaschen vor allem für kleinere Einkäufe des täglichen Bedarfs attraktiv sein. Hier sind jedoch Innovationen gefragt, die sich zum einen durchsetzen und zum anderen praktikabel, leicht zu bedienen und sicher sind. Zudem möchten die Nutzer nicht nur schnell und sicher, sondern auch anonym Bezahlen. Wer es in Zukunft schafft, hier auch auf die Bedürfnisse der Nutzer einzugehen und praktikable Lösungen bietet, der dürfte die Zukunft des mobilen Bezahlens durchaus aktiv mitgestalten.

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