Eines Tages, vielleicht schon bald, soll es möglich werden, dass Smartphone Apps zur allgemeinen Persönlichkeitsentwicklung beitragen, insbesondere aber um Drogenabhängigkeit und Depressionen zu bekämpfen. An der University of Massachusetts Medical School, entwickelt Edward Boyer, Leiter des Innovations Teams Mobile, eine Gesundheits-App namens iHeal, die die Möglichkeiten der Smartphones auf ein gänzlich neues Level heben und Drogenabhägige und depressive Menschen bei der Behandlung ihrer Probleme unterstützen will.

Derzeit laufen zwei getrennte Untersuchungen um herauszufinden wie Smartphone-fähige Technologien verwendet werden können, um das persönliche Maß an Stress oder Depressionen von Menschen zu überwachen, um dann wiederum Maßnahmen zu ergreifen, um sie von den schlechten Dingen im Leben und von falschen Entscheidungen abzuhalten.


iHeal ist speziell gedacht für Menschen mit Drogenproblemen und Depressionen die sich aus posttraumatischen Belastungsstörungen herleiten. Die innovative Smartphone App iHeal enthällt Biosensoren die in einem praktischen Armband verarbeitet sind. Diese Sensoren messen Faktoren wie Körperbewegung, elektrische Aktivität der Haut, Herzfrequenz und Hauttemperatur. Diese Informationen werden auf dem Smartphone des Benutzers, während der Ausführung einer Anwendung, analysiert, um festzustellen, ob der Träger unter Stress steht. Sobald die Software feststellt, dass der Stresswert steigt, beginnt die Software mit Kommunikations- und Aktivierungsmaßnahmen.

Video der iHeal Applikation

Jedes Benutzerprofil kann individuell eingerichtet werden, um dann auch zu identifizieren, in welcher Art von Situationen die größten Gefahren für eine Rückfälligkeit bestehen. Neben iHeal wird an der Northwestern University in Chicago eine ähnliche App namens Mobilyze! entwickelt, die sich jedoch mehr auf Depressionen als auf Drogenabhägigkeit konzentriert. An der London School of Hygiene and Tropical Medicine haben Forscher schon vor einigen Monaten bewiesen, dass Motivations SMS zur einfacheren Raucherentwöhnung führen.

Sobald die App feststellt, dass der Benutzer z.B. zu Hause sitzt, ein einsamer Stubenhocker, fordert sie ihn auf, mit Familie oder Freunden in Kontakt zu treten oder eine individualisierte Lieblingsaktivität zu unternehmen. Obwohl das System noch in der Entwicklung steckt haben erste Test zur tatsächlichen Reduktion der Symptome von Depressiven Menschen geführt, solange sie sich an die Spielregeln hielten.

„Durch die Aufforderung bestimmte Aktionen auszuführen, die angenehm oder lohnend sind, glauben die Macher beider Smartphone Apps, die Stimmung und das Selbstbewusstsein der Patienten zu verbessern“, sagte Psychologe David Mohr. „Die Apps schaffen eine positive Feedback-Schleife. Sobald jemand gefördert wird, Freunde zu sehen, dann amüsiert er sich und will es wieder tun.“ Auf diesem Weg soll die Zukunft für Drogenabhängige und depressive Menschen ins Positive gedreht werden, eigene Stärke und eigener Wille werden jedoch stets einen großen Erfolgsfaktor ausmachen.

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