Rumänien verfügt als eines der wenigen Länder Europas noch über beinahe unberührte Wälder. Gänzlich unbewohnt sind diese allerdings nicht. Vielmehr geben sie unter anderem Wölfen und Bären eine Heimat. In den letzten Jahren haben sich diese riesigen Waldflächen allerdings massiv verkleinert. Schätzungen der Umweltschutzorganisation Greenpeace gehen davon aus, dass in den letzten zehn Jahren rund die Hälfte der einst 500.00 Hektar an unberührtem Wald gerodet wurde. Dies geschah teilweise legal, teilweise aber auch illegal. Die rumänische Regierung will dem nun allerdings einen Riegel vorschieben: Gemeinsam mit Greenpeace baut sie eine Datenbank zum Schutz der monumentalen Wälder auf.


Via: Inhabitat
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Legales Holz wird von der Fällung bis zur Verarbeitung überwacht

Diese soll in rund sechs Monaten fertig sein und sämtliche schützenswerten Wälder und Bäume enthalten. Einige der Wälder sollen zudem zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt werden und so einen weiteren Schutz gegen illegale Rodungen erhalten. Ohnehin hat die rumänische Regierung bereits die Rolle der Sicherheitsleute rund um die Wälder gestärkt und droht mit empfindlichen Strafen für den Handel mit illegalem Holz. Um diesem die Geschäftsgrundlage zu entziehen, wurde zudem ein elektronisches Überwachsungssystem entwickelt. Darin wird legal geschlagenes Holz verzeichnet und dessen Weg nachverfolgt. Auf diese Weise soll es den illegalen Holzfällern unmöglich gemacht werden, ihre Ware in den legalen Produktionsprozess einzuschmuggeln.

Privatleute sollen beim Schutz ihrer Wälder unterstützt werden

Auch eine Form der sozialen Kontrolle soll etabliert werden. So hat die rumänische Regierung eine App vorgestellt, mit der die Einwohner jede einzelne Fahrt eines Holzlasters verfolgen können. Ist dieser an illegalen Aktivitäten beteiligt, würde dies durch die App öffentlich bekannt. Als letzte Maßnahme zum Schutz der imposanten Wälder wurde zudem ein Fonds aufgelegt, der Privatleute beim Schutz ihrer Waldflächen unterstützt. Inwieweit die einzelnen Maßnahmen dabei erfolgreich sein werden, muss abgewartet werden. Wichtig ist aber, dass die Regierung das Problem erkannt hat und entschlossen zu sein scheint, den illegalen Holzfällern das Handwerk zu legen.


Via: Inhabitat

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