Energieeffizienz spielt in der modernen Architektur eine wichtige Rolle. Diese kann einerseits durch eine entsprechende Bauweise erreicht werden – beispielsweise durch intelligent gedämmte Wände. Aber auch die Nutzung der Räume spielt dabei eine Rolle. So werden gerade in Büros oftmals Räume beheizt, die gar nicht genutzt werden – etwa weil der entsprechende Mitarbeiter außer Haus ist oder die Meetingräume gerade nicht benötigt werden. Der italienische Architekt Carlo Ratti hat nun aber eine Lösung für diese Problematik entwickelt. Er stattet Büroräume mit einer Vielzahl an lernfähigen Sensoren aus, die sich die Gewohnheiten und Vorlieben der Mitarbeiter merken. So werden dann auch tatsächlich nur die genutzten Räume beheizt.


Klimaanlage, Heizung und Beleuchtung werden intelligent gesteuert

Die intelligenten Sensoren erfassen dabei unter anderem die Temperaturen in den einzelnen Räumen, welche Räumlichkeiten genutzt werden und wie hoch die entsprechende CO2-Konzentration dort ist. Ausgehend von diesen Daten wird dann nicht nur die Heizung und die Klimaanlage smart gesteuert, sondern auch die Beleuchtung. Ratti spricht dabei von einer thermischen Blase, die den Mitarbeitern folgt und so nur dort Energie verbraucht, wo sie auch benötigt wird. Im Idealfall lassen sich so bis zu vierzig Prozent der Energiekosten einsparen. Die Mitarbeiter können aber natürlich auch selbst Einfluss auf das System nehmen und per Smartphone-App Änderungen an den Einstellungen vornehmen.


Das Hauptgebäude der Agnelli Foundation wird als erstes umgebaut

Erstmals zum Einsatz kommen soll das sogenannte Building Management System (BMS) beim Umbau der Büros des Hauptquartiers der Agnelli Foundation in Turin. Der Beginn der Umbauarbeiten war dabei bereits am Dienstag – die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2017 geplant. Sollte sich das Projekt anschließend als erfolgreich erweisen, ist gut denkbar, dass anschließend auch andere Gebäude des Fiat-Chrysler Konzerns entsprechend umgebaut werden. Das Konzept erinnert dabei ein wenig an das Bürohochhaus The Edge in Amsterdam. Dort wurden ebenfals insgesamt 40.000 Sensoren installiert, um einen effizienten Energieeinsatz zu gewährleisten.

Via: Wired

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1 Kommentar

  1. josef

    15. Juni 2016 at 10:28

    „Energieeffizienz spielt in der modernen Architektur eine wichtige Rolle“
    stimmt wohl nicht ganz, wenn man sich die Glasfassaden so anschaut. gerade hier wäre Photovoltaik ideal, denn die Sonne geht ja bei 0° auf und wieder unter….
    Auch gibt es überall die Experten, die glauben, wenn man ein Fenster bei hohen Aussentemperaturen öffnet wird es im Raum kühler….
    solange die Leute einfach das nicht kappieren….siehe Fenster kippen….

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