Aktuell existieren mehrere Projekte, die globalen Internetzugang, auch in schwer zugänglichen Gebieten, ermöglichen sollen. Google setzt bei Project Loon auf Ballons, Facebook hat sich für Project Aquila für Drohnen entschieden. Nun möchte auch Elon Musk mit seinem Unternehmen SpaceX mitmischen: Er will 4.000 Satelliten in eine Umlaufbahn um die Erde bringen, die Internet gen Boden senden.


Earth Internet
Foto: the world wide web, frankieleon, Flickr, CC BY-SA 2.0

Testphase soll im nächsten Jahr beginnen

Nach einem Bericht der Washington Post strebt Musk mit seinem Unternehmen SpaceX die Genehmigung der US-Regierung an, um sein Projekt an den Start zu bringen. Der ambitionierte Plan würde SpaceX von einem reinen Raumfahrtunternehmen zu einem Unternehmen erweitern, das Internetzugang anbietet. Der Telekommunikationsmarkt in Sachen Internet hat einen weltweiten Umsatz von 2,1 Billionen Euro im Jahr. Musk möchte seine Satellitenflotte mit den Falcon–9-Raketen von SpaceX ins All bringen.

Die Pläne schmiedet Musk schon seit dem letzten Jahr. Doch inzwischen scheinen sie deutlich konkreter zu sein. Angeblich hat Musk nun einen formalen Antrag an die amerikanische Federal Communications Commission (FCC) gestellt. Er möchte im nächsten Jahr in die Testphase gehen. Als erstes soll herausgefunden werden, ob die geplante Antenne mit ihrer Sendeanlage stark genug ist, um das Signal auf die Erde zu bringen.


Ein ambitionierter Plan

Musks Plan ist nicht der erste Versuch eines Milliardärs, Internet-Satelliten ins All zu bringen. Es wird wahrscheinlich auch nicht der letzte Versuch sein. In den 1990ern hat ein Unternehmen, das von Microsoft-Guru Bill Gates gegründet wurde, einen ähnlichen Plan verfolgt. Allerdings gerieten die Kosten schnell außer Kontrolle, woraufhin das Projekt eingestellt wurde.

Allerdings ist Elon Musk ein Typ, für den kein Projekt zu groß zu sein scheint. Sein Unternehmen SpaceX ist eines der ersten privaten Unternehmen, das von den US-Behörden die Erlaubnis bekam, Militär-Satelliten für das Pentagon ins All zu schießen. Über den Autohersteller Tesla müssen wir wohl nicht viel sagen, und generell scheinen die Dinge, die Elon Musk angeht, auch zu funktionieren.

Dementsprechend ist der Milliardär guter Dinge, das sein ambitionierter Plan aufgeht. Mit 4000 Satelliten will er auf viele kleine Einheiten setzen, und mit seiner eigenen Firma SpaceX kann er die Kosten klein halten. Dank der vielen kleinen Geräte wäre es möglich, defekte Einheiten schnell und günstig auszutauschen.

Mit einem großen Problem hat Musk sich allerdings noch nicht auseinandergesetzt. Die FCC ist nicht die einzige Behörde, die grünes Licht geben muss. Wenn Musk die ganze Welt mit Internet versorgen will, muss er Lizenzen in nahezu jedem Land der Welt erwerben. Selbst der Super-Unternehmer selber gibt zu, dass das “schwierig werden” könne.

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