Im Internet ist das Angebot groß sich zu vernetzen und neue Freunde zu finden. Social-Mediaplattformen wie Facebook, aber auch Instagram und Snapchat machen das möglich. Andererseits kann man im Netz aber auch auf Feinde treffen, die einem recht schnell das Leben zur Hölle machen können. Aktuellen Zahlen zufolge steigen die Zahlen der Kinder und Jugendlichen, die Opfer sogenannter Cyber-Mobbing-Attacken werden, stets an. In diesem Ratgeber wollen wir euch zeigen, wie ihr euch künftig vor der Hetze im Internet schützen könnt. Eure Meinung ist ebenfalls gefragt.


Female cyberbullying victim

Was versteht man unter Cyber-Mobbing?

Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen hat nach einer treffenden Definition für Cyber-Mobbing gesucht und daraufhin folgende Formulierung gefunden. Cyber-Mobbing ist, wenn Menschen im Internet verspottet, beschimpft, beleidigt oder bedroht werden. Darunter fällt auch, wenn Gerüchte über andere verbreitet oder Menschen schlecht über andere reden. Zum Cyber-Mobbing gehören allerdings auch das Veröffentlichen von privaten Nachrichten, vertraulichen Informationen und/oder von Videos und Fotos, mit dem Zweck andere bloßzustellen oder diese lächerlich zu machen. Menschen, die andere im Internet aus einer Gruppe ausschließen oder gegen ihren Willen Fotos oder Videos von nackten Personen schicken oder mit anderen gegen ihren Willen über Sex reden, machen sich ebenfalls nach dem StGB strafbar (Beleidigung, Üble Nachrede, Verleumdung, Nötigung, Bedrohung, Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes und Gewaltdarstellung). Und letztlich ist auch dann die Rede von Cyber-Mobbing, wenn andere gegen den eigenen Willen im Internet zu sexuellen Handlungen auffordern. Dazu zählt beispielsweise sich vor einer Web-Cam auszuziehen.


Cyber-Mobbing ist also ein umfassender Bereich, der in unterschiedlichen Intensionen und Ausformungen auftreten kann. Es ist nicht selten, dass Kinder und auch Jugendliche aus Scham keine Hilfe suchen und versuchen das Mobbing auszusitzen. Das kann jedoch schlimme Folgen haben und sich tief in der Psyche verankern.

Betroffene Personengruppen

Eine repräsentative Online-Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der Computerhilfe der Telekom zeigt, das ein Viertel der befragten Eltern von Kindern zwischen zehn und 20 Jahren ein Opfer von Cyber-Mobbing-Attacken im persönlichen Umkreis kennt. Bei 14 Prozent handelt es sich um Personen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis. Bei sieben Prozent der Befragten waren die eigenen Kinder betroffen. Demnach haben 44 Prozent Angst, dass ihre Kinder oder sie selbst ebenfalls Opfer von Cyber-Mobbing werden können. Bei Eltern, die unter 40 Jahre alt sind, klettert die Zahl sogar auf 56 Prozent.

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Häufige Ort für Cyber-Mobbing

Cyber-Mobbing findet mit 72 Prozent am häufigsten in sozialen Netzwerken statt. Mit einem Drittel, also knapp 32 Prozent, folgen Messenger-Dienste wie WhatsApp.

So schnell es geht aktiv werden

Bei Cyber-Mobbing-Angriffen gilt es so schnell wie möglich aktiv zu werden, um den Folgeschaden so gering wie möglich zu halten. Laut der Studie sind jedoch 15 Prozent der Betroffenen bisher nicht aktiv geworden. Immerhin setzten sich 85 Prozent entsprechend zur Wehr indem diese Schutz bei Schulen, der Polizei oder bei Beratungen suchten. Ein Drittel (31 Prozent) der Befragten fand jedoch auch nach längerem Gesuch keine passende Hilfe. Ein Grund könnten mangelnde Anlaufstellen sein. Allerdings sollte die Polizei immer ein Garant für Hilfe sein und bei Überforderung zumindest an Experten weiterleiten können.

Experten der Computerhilfe Plus

Unabhängig von den benannten Anlaufstellen, kann man allerdings auch eine Art Versicherung gegen Cyber-Mobbing abschließen und sich mit der Hilfe von Experten bestmöglich gegen Angriffe auf die freie Entfaltung der Persönlichkeit und Menschenwürde aus dem Internet schützen. So bietet die Telekom seit geraumer Zeit mit dem Serviceangebot Computerhilfe Plus einen verlässlichen Schutz gegen Cyber-Mobbing, der providerunabhängig unter der kostenlosen Servicehotline 0800 330 1473 angeboten wird. Im Ernstfall sorgen Experten dafür, dass Beleidigungen, üble Nachrede oder andere rufschädigende Inhalte im Internet schnellstmöglich gelöscht werden. Mit dem Angebot können sich Eltern und auch die Kinder vor den Gefahren des Cyber-Mobbings schützen. Zusätzlich zu der Serviceleistung werden Anleitungen zum sicheren Umgang mit persönlichen Daten in sozialen Netzwerken und präventive Tipps vermittelt. Mit inkludiert ist zudem auch die Rettung persönlicher, digitaler Daten und Unterlagen, etwa wenn der Datenträger beim PC, Mac oder Laptop beschädigt wird.

Elternratgeber

Wie auch in der realen Welt, sollten Eltern bestmöglich ihre Kinder vor Gefahren im World Wide Web schützen. Dazu sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Sicherheitseinstellungen sozialer Netzwerke checken: Sichtbarkeit und Datenfreigabe beschränken
  • Unüberlegte Postings vermeiden: Einmal im Netz veröffentlicht, lassen sich peinliche Texte/Bilder kaum wieder löschen
  • Gedanklicher Schulhof-Check: Die Anonymität des Internet kann dazu verleiten, private Dinge preiszugeben – würden Kinder diese auch auf dem Schulhof öffentlich herumerzählen?
  • Verhalten überprüfen: Online gelten die gleichen Höflichkeitsregeln
  • Vertrauensbasis aufbauen: Mobbing ist in der digitalen Welt genauso verletzend, wie im echten Leben. Kinder sollten Erwachsene ins Vertrauen ziehen, sobald es zu Übergriffen kommt

Im Fazit gilt festzugalten, dass bei Cyber-Mobbing-Angriffen sofort gehandelt werden muss. Scham oder Scheu den Eltern das Ganze zu beichten, schaden nur noch mehr. Es gehört eine Menge Mut dazu sich zu wehren, allerdings lohnt es sich auch. Und zum Schluss appellieren wir nocheinmal an den gesunden Menschenverstand. Es gilt  beim Versenden von Bildern und auch Videos über Messenger, wie WhatsApp oder Facebook, höchste Vorsicht walten zu lassen. Einmal versendet, ist das Material für unbestimmte Zeit im Netz und auch auf den Smartphones der Empfänger gespeichert. Immer wieder werden die möglichen Folgen leichtsinniger Postings unterschätzt.

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Verlosung: Zwei iPad Mini 3

Das Thema Cyber-Mobbing ist brisant und es mangelt nach wie vor an Aufklärung und Hilfeangeboten. Wir möchten daher gern mit euch eine Unterhaltung starten und eure Meinungen und vielleicht auch Erfahrungen mit dem Thema einmal teilen. Nutzt bitte dafür unseren Kommentarbereich. Unter allen mutigen Kommentatoren verlosen wir zwei iPad Mini 3 Tablets mit 16 GB internem Speicher und Wifi only. Die Verlosung endet am 6.12.2016.

Teilnahmebedingungen

Die Teilnahme an der Verlosung ist kostenlos. Um teilnehmen zu können, muss der Teilnehmer einen Kommentar (Meinung/Erfahrung zum Thema Cyber-Mobbing) mit einer gültigen E-Mail-Adresse schreiben. Die Mailadresse wird nicht veröffentlicht. Der dazugehörige E-Mail-Account muss dem Teilnehmer gehören und darf nur von diesem genutzt werden. Die Verlosung endet am 6.12.2016, ein tolles Nikolausgeschenk also. Mitmachen kann jeder, der einen Kommentar hinterlässt. Gern könnt ihr das Gewinnspiel auch liken oder teilen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Auslosung, Gewinnbenachrichtigung und Datenschutz

Ausgelost wird unter allen Kommentaren, die bis zum Ende der Verlosung veröffentlicht wurden. Die Gewinnermittlung erfolgt mittels eines computergestützten Losverfahrens. Die Gewinner werden am 6. Dezember 2016 ausgelost und per E-Mail benachrichtigt. Unsere Datenschutzpraxis steht im Einklang mit dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) sowie dem Telemediengesetz (TMG).

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57 Kommentare

  1. Michel

    27. November 2016 at 20:38

    Cybermobbing ist genau so mist wie real mobbing .

  2. Martin

    28. November 2016 at 09:11

    Vielleicht müsste in den Schulen mehr Prävention betrieben werden. Wenn schon in der Kindheit Werte wie Wertschätzung und Achtung anderer Menschen besser vermittelt würden. Es wäre ein besseres Miteinander wenn es kein Mobbing gäbe, egal ob in der realen Welt oder im Internet.

  3. Beate Mstowski

    28. November 2016 at 14:26

    Cyber-Mobbing beginnt auch schon ganz öffentlich in Gruppen, in denen andere oft gemeinsam von Mitgliedern angegangen werden, meist nimmt es dann seinen weiteren Verlauf in privaten Nachrichten. Wenn man kann, sollte man solche Leute immer sofort blockieren, das hilft Diskutieren nicht viel.

  4. Martin

    29. November 2016 at 13:33

    Ich bin sehr froh, dass ich noch kein Opfer von Mobbing geworden bin. Gleichzeitig finde ich es wichtig, dass man anderen Menschen zeigt, dass es auch ohne Mobbing geht.

  5. Sven

    29. November 2016 at 17:36

    Es ist Hilfreich das Thema weiter öffentlich zu machen. Darüber Reden und sensibilisieren.
    Jeder hat das Recht auf Freiheit, Gleichheit und Würde.

    Mit freundlichen Grüßen.

  6. Stefan

    1. Dezember 2016 at 17:22

    Cybermobbing sollte nicht unterschätzt werden. Gott-sei Dank wurden bei uns bereits in der Grundschule Informationsveranstaltungen zur Nutzung des Internets und Medienkompetenz für Kinder (im Grundschulalter) und die Eltern angeboten.

    Gruß

  7. Stefan

    1. Dezember 2016 at 18:44

    Es wird wohl noch eine Zeit lang dauern, bis wir einen wirklich wirksamen Lösungssatz gegen Cybermobbing gefunden haben. Man darf nicht vergessen, dass momentan fast alle Eltern, Erzieher und Lehrer in einer Zeit aufgewachsen sind, wo das Internet noch in den Kinderschuhen steckte oder gar nicht verfügbar war. Es wird wohl noch ein paar Jahre dauern, bis die aktuelle Generation der Millennials Kinder in dem kritischem Alter haben werden und diese dann von der Bedeutung des Internets und den Konsequenzen des Handels im Cyberspace auf den Alltag genügend und gut unterrichten können.
    Verbieten oder Isolieren wird kaum eine Lösung sein, da der Fortschritt keinen Halt macht und die heutigen Sozialen Medien und die gesamte Kommunikationskultur ja auch dann sich wahrscheinlich drastisch geändert haben wird.

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