Die in Ungarn geplante Steuer für das Internet in Höhe von gut 50 Cent pro verbrauchten Gigabyte sorgt aktuell dafür, dass Tausende Einwohner in der ungarischen Hauptstadt Budapest auf die Straße gehen und gegen die Planungen demonstrieren.


Internetsteuer in Ungarn
Internetsteuer in Ungarn

Die Protestbewegung wird vor allem via Facebook organisiert. Die Facebook-Gruppe „Százezren az internetadó ellen“ (Hunderttausende gegen Internetsteuer) verfügt bereits über mehr als 207.000 Mitglieder und wächst beständig an. Das Hauptargument der Demonstranten stellen massive Einschränkungen von Unternehmen und Verbrauchern dar, die sich einen Zugang zu Informationen verschaffen wollen. Über die geplante Steuer für das Internet wird am kommenden Dienstag im ungarischen Parlament entschieden. Hier wird dann diskutiert, ob die ungarischen Einwohner pro Gigabyte 150 Forint (umgerechnet 0,49 Euro) als Steuer bezahlen müssen. Da kaum ungarische Anbieter am Markt der Provider aktiv sind, werden vor allem ausländische Unternehmen zur Kasse gebeten. Experten rechnen damit, dass die Steuer für zusätzliche Einnahmen in Höhe von 200 Milliarden Forint sorgen könnte.

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1 Kommentar

  1. Dominik

    29. Oktober 2014 at 19:33

    Ich finde es erschreckend, wo der Staat schon überall mitmischen will und Steuern einforder möchte. Zum Schluss kommt unsere Regierung auch noch auf die aberwitzige Idee, das Netz so hoch zu besteuern. Ich bin der Ansicht, das wir schon genug Abgaben leisten müssen. Wenn ich schon so viel von meinen Lohn abtreten muss, dann will ich zumindest sehen, dass man Geld sinnvoll verwendet wird und somit meine Lebensqualität verbessert wird. Eine solche Internetsteuer wäre für mich wieder eine weitere Abzocke der fleißig arbeitenden Bevölkerung.

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