Die internationale Raumstation ISS ist ein sehr schönes Beispiel für eine erfolgreiche Kooperation zahlreicher Staaten. Selbst die zunehmenden Spannungen zwischen Russland und den Vereinigten Staaten konnten dem Projekt nichts anhaben. Im Jahr 2014 schrieb die Obama-Regierung daher den US-Anteil an der Finanzierung der Raumstation für zehn weitere Jahre fest. Doch genau dies wird nun zum Problem. Denn eigentlich sollte die Station bis zum Jahr 2028 betrieben werden. Anschließend könnte die ISS dann entweder privatisiert werden oder private Unternehmen etablieren eine eigene Station im unteren Erdorbit. Doch bisher haben sich nur wenige Staaten bereit erklärt, ihren Anteil an der Finanzierung in den Jahren 2024 bis 2028 zu übernehmen. Nun scheint auch die Trump-Regierung davon Abstand zu nehmen.
ISS Internationale Raumstation


US-Präsident Trump hat den Mars als neues Ziel ausgegeben

Dies geht jedenfalls aus einem Bericht des Magazins „The Verge“ hervor. Die Journalisten dort haben mit zwei Insidern gesprochen, die Einblick in die neuen Haushaltspläne der Trump-Regierung hatten. Demnach wird dort vorgeschlagen, die Finanzierung der ISS mit dem Jahr 2024 auslaufen zu lassen. Die Idee dahinter ist klar: Die Kosten in Höhe von drei bis vier Milliarden Dollar im Jahr, könnte die NASA für andere Projekte verwenden. So hatte US-Präsident Trump zuletzt die Direktive erteilt, eine dauerhafte Station auf dem Mond einzurichten und Astronauten auf den Mars zu schicken. Ein Ende der US-Finanzierung würde wohl mit Sicherheit das Ende der ISS bedeuten. Denn auch die anderen Partnerländer haben bisher noch keine weitere Finanzierung zugesagt und dürften den US-Anteil wohl kaum übernehmen wollen.

Ein Ende der Raumstation brächte erhebliche Nachteile mit sich

Ob ein Ende der ISS die NASA allerdings tatsächlich dem Ziel einer Marsmission näher bringt, ist unter Experten umstritten. Oftmals wird darauf hingewiesen, dass die Raumstation kein reines Liebhaberprojekt ist, sondern wichtige Aufgaben erfüllt. So wird dort Forschungsarbeit betrieben, die auch für zukünftige Raumfahrtmissionen von Bedeutung ist. Noch wichtiger aber: Die Station kann auch so etwas wie eine Basis im All darstellen. Von dort können Astronauten dann zu weiteren Touren aufbrechen. All dies wird gefährdet, wenn das Projekt ISS bereits im Jahr 2024 beendet wird, ohne dass eine Nachfolgelösung gefunden wurde. Hoffnung gibt es allerdings noch: Die geplante Streichung der Mittel muss erst noch vom US-Senat bestätigt werden.

Via: Engadget


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