Letzte Woche haben wir von dem US-Startup Magic Mike berichtet. Es handelt sich hierbei um einen persönlichen Assistenten, der per Textnachricht nahezu jeden Wunsch der Nutzer zur erfüllen vermag. Per SMS oder WhatsApp wird die Angelegenheit erläutert und der Aufrag mit entsprechendem Zeit- und auch Kostenfeedback bestätigt. Für den deutschen Markt wappnet sich aktuell das Münchner Startup „doido“ mit dem Assistenten „James“. Hinter „James, Bitte“ steckt ebenfalls ein mehr-köpfiges Team, welches die Anfragen der Nutzer bearbeitet und schnellstmöglich Lösungen findet. Ein Großteil der zu bearbeitenden Aufgaben dürfte sich auch über diverse Lieferleistungen erstrecken.


Ganz frisch gestartet und schon die ersten Anfragen im Kasten

„James Bitte“ ist recht frisch angelaufen und erfreut sich laut dem zuständigen Co-Founder und Verantwortlichen für das Business Development, Dominic Wiedemann, einer stets wachsenden Nachfrage. Der Service wurde binnen kürzester Zeit eingerichtet und „geht im Moment gut ab“, ergänzt Wiedemann in einer an Trendsderzukunft adressierten Mail. Als Kopie des US-Vorbilds Magic Mike, gilt es sich nun im deutschen Raum zu beweisen. Bei den Empfängern der WhatsApp und SMS Nachrichten handelt sich sich bisher noch um Menschen, genauer gesagt um drei Mitarbeiter, die wiederum alle Hebel und Mittel in Bewegung setzen um das Anliegen zeitnah realisieren zu können. Nutzer dürften den Dienst schließlich dann des Öfteren auch beanspruchen, wenn er zuverlässig und schnell funktioniert. Die Macher von „James, Bitte“ werben damit, dass nahezu jede Anfrage bearbeitet und auch bestätigt wird. Es sollte sich dabei jedoch um legale Aufträge handeln. Bisher testen einige Nutzer, die wiederum über soziale Netzwerke oder Blogbeiträge auf den Dienst aufmerksam gemacht wurden, das Potential des Assistenten.

Spannend wird das Ganze jedoch dann, wenn die Zahlen schlagartig zunehmen. In einem Interview mit Trendsderzukunft betonte „James, Bitte“-Mitgründer Dominic Wiedemann, dass bisher alle Aufträge, die letztlich auch durchgingen, erledigt werden konnten. Klar ist auch, dass einige Nutzer sich zunächst ausprobieren und teilweise auch ziemlich absurde Anfragen stellen, die recht schnell zu dem Ergebnis führen „Ein bisschen Spaß muss sein“. Spaß ist auch bei dem neuen Dienst genau das entscheidende Stichwort. Die Macher aus dem doido-Hause wissen noch nicht konkret wohin die Reise einmal gehen wird. Bisher ist die Conversion-Rate auch nicht gerade hoch, was sich allerdings schlagartig ändern könnte, je mehr Berühmtheit der Dienst erlangt. Das Team, das hinter „James, Bitte“ steckt kann bereits auf ein recht ansehnliches Portfolio von Partnern und Startups zurückgreifen, die sich über die Jahre des doido-Dienstes schon angesammelt haben. Dementsprechend schnell können die Anfragen per SMS und WhatsApp auch beantwortet und eine Kostennote erstellt werden.


„James, Bitte“ baut auf doido

Laut Dominic Wiedemann versucht man den Komissionszuschlag im Schnitt bei 15 Prozent zu belassen. Das US-Vorbild Magic Mike ist hierbei deutlich teurer. Für einen Blumenstrauß, der bis vor die Haustür geliefert wird, fallen bei Magic Mike schon einmal flott umgerechnet 70 Euro an. So teuer möchte man bei „James, Bitte“ nicht sein. Durchschnittlich werden acht Nachrichten pro Anfrage hin und her geschickt. Im Rahmen dieses Informationsaustauschs kristallisiert sich dann auch recht schnell heraus, ob hier nur eine Spaßanfrage vorliegt oder derjenige am anderen Ende der Leitung auch wirklich Interesse an der Erfüllung des Auftrags hat.

Der Assistenz-Service „James, Bitte“ entsprang einer Idee und Laune heraus. Inspiriert von Magic Mike, machte sich Dominic Wiedemann und das restliche Team daran am zurückliegenden Wochenende eine deutsche Website umzusetzen. Am 1. März 2015 ging das Projekt dann an den Start. Bisher wurden knapp 100 Anfragen gestellt. Die Zahl kann sich durchaus sehen lassen, wenn man berücksichtigt, dass kaum Werbung für „James, Bitte“ gemacht wurde. Der größte Teil der Anfragen stammt bisher aus dem Raum München.  Beantwortet werden allerdings Anfragen aus ganz Deutschland. „Uns ist es egal, ob ein Kasten Bier im Raum München ausgeliefert werden soll, oder ein Händler in Berlin den Minijob für uns unternimmt.“ so Dominic Wiedemann.

Die Zukunft ist noch ungewiss

Es bleibt spannend in welche Richtung es in Zukunft gehen wird. Bisher ist das Team hinter „James, Bitte“ für alle Eventualitäten gewappnet und fühlt sich auch durch gehobenere Anfragen entsprechend herausgefordert aber keinesfalls überfordert. Konkrete Pläne, Zahlen, Erfüllungen und Etappen sowie Ziele hat sich das Startup aus München ebenfalls noch nicht gesetzt. Es gilt abzuwarten, wie der Dienst angenommen wird und welche Wellen „James, Bitte“ in Zukunft schlagen wird. Über eine Integration des persönlichen Assistenten in doido wurde bereits nachgedacht. Eine Umsetzung ist jedoch zeitnah noch nicht geplant. Die Macher halten sich sämtliche Türen offen. Wer den Service zum ersten Mal beansprucht, wird nach der Kreditkarte oder Paypal gefragt. Daraufhin bekommt man einen 2048-bit verschlüsselten HTTPS Link zugeschickt um die Daten entsprechend eingeben zu können. Zu beachten gilt im Kontext jedoch, dass „James, Bitte“ keine höchstpersönlichen Angelegenheiten, etwa Behördengänge und ähnliches, übernehmen kann. Wer „James, Bitte“ einmal ausprobieren möchte, der findet alle wichtigen Informationen sowie die entscheidende Telefonnummer auf der noch recht jungen Website.

Update vom 4.03.2015

Wir haben gestern Abend eine kleine Challenge gestartet und für 18 Uhr zwei Big Macs geordert. Nach mehrmaligen Austausch von Informationen, wurde uns schließlich mitgeteilt, dass in unserer Stadt bisher noch kein eigener Fahrer beziehungsweise kein kooperierender Dienstleister verfügbar ist. An einem kontinuierlichen Aufbau wird jedoch gearbeitet. Auf die Nachfrage, was denn aktuell schon möglich sei wurde mit „Pizzalieferungen, Kinokarten…Da geht einiges!“ geantwortet. Für Nutzer dürften allerdings genau die Dienstleistungen interessant sein, die nicht selbst über das Internet geordert werden können. Es bleibt abzuwarten, wie schnell der neue Assistent-Service ausgebaut werden kann.

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