Lieferdrohnen sind mittlerweile schon fast wieder ein alter Hut. Sowohl der US-Konzern Amazon als auch das deutsche Unternehmen DHL haben inzwischen bereits erfolgreich Lieferungen per Drohne zugestellt. Diese müssen dabei aber noch immer von einem Menschen vor Ort beladen werden. Das japanische Unternehmen Prodrone hat nun aber eine Drohne entwickelt, die Dinge selbstständig greifen und wieder absetzen kann. Dies ermöglicht eine Vielzahl an neuen Einsatzmöglichkeiten. So kann die Drohne beispielsweise die Stühle in einem Restaurant durch die Gegend fliegen, aber auch Gegenstände aus Gegenden holen, die von Menschen nicht mehr betreten werden können – beispielsweise aus einsturzgefährdeten oder gar brennenden Gebäuden.


Auch der Einsatz von Werkzeug wird durch die Arme ermöglicht

Potentiellen Kunden wurden die Fertigkeiten der neu entwickelten Drohne bereits auf der InterDrone-Messe in Las Vegas präsentiert. Dort wurden auch erste Details bekanntgegeben. So kann die Drohne Geschwindigkeiten von bis zu sechzig Stundenkilometern erreichen und währenddessen eine Ladung von maximal zehn Kilogramm ergreifen und durch die Luft fliegen. Eine Akkuladung soll dabei für einen rund halbstündigen Flug ausreichen. Theoretisch ermöglichen die Greifarme dabei natürlich auch den Einsatz von speziellen Werkzeugen. So spricht der Hersteller Prodrone beispielsweise davon, dass mit Hilfe der neu entwickelten Drohne auch Kabel gefahrlos durchtrennt werden können. Im Laufe der Zeit dürften zudem noch zahlreiche weitere Einsatzmöglichkeiten entdeckt werden.


Ein smarter Algorithmus sorgt für konstante Flugeigenschaften

Die Steuerung der aktuell noch PD6B-AW-ARM genannten Drohne ist dabei allerdings etwas komplizierter als gewöhnlich. Denn die Greifarme werkeln noch nicht autonom, sondern müssen ebenfalls gezielt gesteuert werden. Die Ausbalancierung der Ladung wird dann allerdings durch einen Algorithmus in der Software übernommen. Auf diese Weise soll die Drohne sowohl mit als auch ohne Beladung die selben Flugeigenschaften an den Tag legen. Eine Einschränkung hat der Hersteller allerdings noch vorgegeben: Die Drohne darf nicht in einer Höhe von mehr als 5.000 Metern operieren. Zur Bergrettung eignet sie sich daher wohl eher nicht. Was die Greifdrohne den Käufer kosten wird, wurde bisher noch nicht bekanntgegeben.

Via: Prodrone

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2 Kommentare

  1. werner

    12. September 2016 at 14:25

    Der Mont Blanc ist 4’810m hoch und der höchste Berg Europas (den Elbrus zählen wir hier mal nicht mit). Sollte also doch noch für eine Bergrettung reichen. Für Asien natürlich eher nicht.

  2. Christoph

    12. September 2016 at 22:43

    Die Teile sind ja genial. Allein für die Feuerwehr wären die einfach klasse. Die Drone könnte in Häuser fliegen und schauen, ob da noch jemand ist. Wobei dafür wohl andere Kameras eingebaut werden müssten. Die könnten auch Türen öffnen und in einzelne Zimmer fliegen. Und ein Einwegfeuerlöscher wäre sicher auch drin. Aber wahrscheinlich wird es wieder an den Kosten scheitern. Aber wenn sie viel gekauft wird, sinken auch die Preise.

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